Entfernunganweisung für die Diebstahlprogramm-artige Malware Stealc

Trojaner

Auch bekannt als: Stealc Malware

Schadenshöhe:

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Was ist Stealc?

Stealc ist der Name einer informationsstehlenden Malware. Sie visiert eine Vielzahl an Daten an, die mit Browsern, Messaging-Software, Kryptowährungsbrieftaschen und anderen Apps/Erweiterungen in Verbindung stehen.

Laut den Entwicklern von Stealc wurde sie entwickelt, indem sie sich auf die Diebstahlprogramme Vidar, Raccoon, Mars und RedLine gestützt hat. Natürlich teilt dieses bösartige Programm Ähnlichkeiten mit der zuvorgenannten Malware. Während dieser Artikel verfasst wurde, befand sich Stealc aktiv in Entwicklung – die Entwickler veröffentlichen fast wöchentlich neue Varianten.

Stealc Malware-Erkennungen auf VirusTotal

Übersicht über die Malware Stealc

Wie zuvor erwähnt, wurde Stealc entwickelt, um Informationen zu stehlen. Dieses Diebstahlprogramm kann Daten von über zwanzig Browsern extrahieren (vollständige Liste). Stealc strebt danach, folgendes von Browseranwendungen zu erlangen (anvisierte Daten hängen von der Version der Malware ab): Browserverläufe, Konto-Anmeldedaten (Benutzernamen/Passwörter), finanzbezogene Informationen (z.B. Kreditkartennummern) und so weiter.

Dieses bösartige Programm strebt außerdem danach, Daten von siebzig Browsererweiterungen, Desktop-Kryptobrieftaschen, E-Mail-Klienten, Messengern und gamingbezogener Software zu erhalten (vollständige Liste).

Darüber hinaus ist Stealc anpassbar. Laut dessen Förderungsmaterials, können die Käufer dieses Diebstahlprogramms anvisierte Software/Daten von selbst hinzufügen und entfernen. Andere Fähigkeiten dieser Malware beinhalten das Durchsuchen von Dateien und deren Herausschleusung (deren Download), sowie das Aufnehmen von Screenshots.

Es ist erwähnenswert, dass Stealc die gestohlenen Inhalte weder in großen Stücken versendet, noch sie komprimiert oder archiviert. Stattdessen übermittelt dieses Diebstahlprogramm Inhalte - einzelnes Stück an Information oder Datei auf einmal. Sie agiert auf diese Weise, um einen erfolgreichen Diebstahl von Daten sicherzustellen, falls sie von Sicherheitssoftware erkannt und beendet wird.

Es muss betont werden, dass Malware-Entwickler ihre Kreationen häufig verbessern. Daher neigen spätere Iterationen von bösartigen Programmen dazu, zusätzliche/andere Funktionalitäten zu haben. Dies gilt besonders für Stealc, da sie anpassbar ist und sich aktiv in Entwicklung befindet. Die Entwickler von Stealc haben beispielsweise Pläne angekündigt, dieser Stealer Keylogger-Fähigkeiten (zum Aufzeichnen von Tastenanschlägen) hinzuzufügen.

Zusammengefasst kann die Präsenz von Software wie StealC auf Geräten zu erheblichen Problemen bei der Privatsphäre, finanziellen Einbußen und Identitätsdiebstahl führen.

Falls Sie vermuten, dass Ihr Gerät mit Stealc (oder anderer Malware) infiziert ist, empfehlen wir dringend, ein Anti-Virus zu verwenden, um sie unverzüglich zu entfernen.

Zusammenfassung der Bedrohung:
Name Stealc Malware
Art der Bedrohung Trojaner, Diebstahlprogramm, passwortstehlendes Virus, Banking-Malware, Spyware.
Erkennungsnamen Avast (Win32:CrypterX-gen [Trj]), Combo Cleaner (Gen:Variant.Tedy.277071), ESET-NOD32 (eine Variante von Win32/PSW.Agent.OPX), Kaspersky (Trojan.Win32.SelfDel.ibtk), Microsoft (Trojan:Win32/Casdet!rfn), vollständige Liste von Erkennungen (VirusTotal)
Symptome Trojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar.
Verbreitungsmethoden Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Anzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks".
Schaden Gestohlene Passwörter und Bankinformationen, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wird einem Botnet hinzugefügt.
Malware-Entfernung (Windows)

Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner.

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Beispiele für Stealer-artige Malware

Wir haben Tausende von Malware-Proben analysiert; VenusStealer, Enigma, Graphiron und Creal sind lediglich einige unserer kürzlichen Artikel zu Diebstahlprogrammen.

Datenstehlende Malware kann eine Vielzahl an Informationen oder bestimmter Daten anvisieren. Darüber hinaus hat bösartige Software häufig eine Vielzahl an Fähigkeiten, die in verschiedenen Kombinationen auftreten können. Unabhängig davon, wie Malware agiert - stellt ihre Präsenz auf einem System eine Gefahr für die Integrität von Geräten und die Sicherheit von Benutzern dar. Daher müssen alle Bedrohungen sofort nach Erkennung beseitigt werden.

Wie hat Stealc meinen Computer infiltriert?

Da die Entwickler von Stealc sie zum Verkauf anbieten – hängt die Art, wie sie verbreitet wird, von den Cyberkriminellen ab, die sie derzeit verwenden. Eine Methode wurde bei der Verbreitung dieses Diebstahlprogramms beobachtet.

Bei diesem Programm wurde beobachtet, wie es über YouTube-Videos gefördert wurde, die auf die Installationsschritte von “geknackter“ (“raubkopierter“) Software eingehen. Diese Videos haben Links auf bösartige Webseiten gefördert, die Stealc hosten. Es ist jedoch höchst unwahrscheinlich, dass diese Malware ebenfalls mithilfe von anderen Techniken verbreitet wird.

Allgemein wird bösartige Software mithilfe von Phishing und Social Engineering-Techniken verbreitet. Sie wird normalerweise gewöhnliche Programme/Medien getarnt oder mit ihnen gebündelt.

Virulente Dateien können Archive (RAR, ZIP usw.), ausführbare Dateien (.exe, .run usw.), Microsoft Office-Dokumente, PDFs, Microsoft OneNote-Dateien, JavaScript und so weiter sein. Falls eine bösartige Datei ausgeführt, zum Laufen gebracht oder anderweitig geöffnet wird - wird der Infektionsprozess eingeleitet.

Malware wird hauptsächlich über Drive-by- (heimliche/irreführende) Downloads, bösartige Anhänge/Links in Spam-E-Mails und -Nachrichten, Online-Betrügereien, nicht vertrauenswürdige Downloadquellen (z.B. Freeware und kostenlose File-Hosting-Webseiten, Peer-to-Peer-Sharing-Netzwerke usw.), Malvertising, illegale Software-Aktivierungs- (“Cracking“)-Werkzeuge und gefälschte Updates verbreitet.

Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?

Wir empfehlen dringend, ausschließlich von offiziellen und verifizieren Downloadquellen herunterzuladen. Darüber hinaus müssen alle Programme mithilfe von seriösen Funktionen/Werkzeugen aktiviert und aktualisiert werden, da illegale Aktivierungswerkzeuge (“Cracks“) und Aktualisierungsprogramme Dritter Malware enthalten können.

Wir empfehlen, bei eingehenden E-Mails, DN/PN, SMS und anderen Nachrichten vorsichtig zu sein. Die in verdächtigen/irrelevanten Mails vorhandenen Anhänge und Links dürfen nicht geöffnet werden, da sie virulent sein können. Es ist genauso wichtig, beim Surfen wachsam zu sein, da gefälschte und bösartige Online-Inhalte normalerweise harmlos aussehen.

Wir müssen betonen, wie wichtig es ist, ein verlässliches Anti-Virus installiert zu haben und auf dem neuesten Stand zu halten. Sicherheitssoftware muss verwendet werden, um regelmäßige Systemscans durchzuführen und erkannte Bedrohungen/Probleme zu entfernen. Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.

Screenshot des Web-Verwaltungsbereichs des Diebstahlprogramms Stealc:

Stealc Diebstahlprogramm Web-Verwaltungsbereich

Das Aussehen des Diebstahlprogramms Stealc, wie es im Hacker-Forum gefördert wird (GIF):

Stealc Diebstahlprogramm wir in einem Hacker-Forum beworben (GIF)

Die Liste der Browser, die von dem Diebstahlprogramm Stealc anvisiert werden:

Chromium, Google Chrome, Chrome Canary, Mozilla Firefox, Amigo, Torch, Vivaldi, Comodo, EpicPrivacyBrowser, CocCoc, Brave, Cent, 7Star, Chedot, Microsoft Edge, 360, QQBrowser, CryptoTab, Opera, Opera GX, Opera Crypto, and Pale Moon.

Liste der anvisierten Browsererweiterungen/Plug-ins:

MetaMask, TronLink, Opera Wallet, Binance, Yoroi, Coinbase, Guarda, Jaxx, iWallet, MEW CX, GuildWallet, Ronin Wallet, NeoLine, CLV, Liquality, Terra Station, Keplr, Sollet, Auro Wallet, Polymesh, ICONex, Coin98, EVER, KardiaChain, Rabby, Phantom, Brave, Oxygen, Pali, BOLT X, XDEFI, Nami, Maiar DeFi Wallet, Keeper, Solflare, Cyano, KHC, TezBox, Temple, Goby, Ronin, Byone, OneKey , DAppPlay, SteemKeychain, Braavos, Enkrypt, OKX, Sender, Hashpack, Eternl, Pontem Aptos, Petra Aptos, Martian Aptos, Finnie, Leap Terra, Trezor Password Manager, Authenticator, Authy, EOS Authenticator, GAuth Authenticator, Bitwarden, KeePassXC, Dashlane, NordPass, Keeper, RoboForm, LastPass, BrowserPass, MYKI, Splikity, CommonKey, and Zoho Vault.

Liste der anvisierten Desktop-Kryptowährungs-Brieftaschen:

Bitcoin Core, Dogecoin, Raven, Daedalus, Blockstream Green, Wasabi, Ethereum, Electrum, Electrum-LTC, Exodus, Electron Cash, MultiDoge, Jaxx Desktop, Atomic, Binance, and Coinomi.

Liste der anvisierten E-Mail-Klienten:

  • Microsoft Outlook
  • Thunderbird

Liste der anvisierten Messenger:

  • Telegram
  • Discord
  • Tox
  • Pidgin

Liste der anvisierten gamingbezogenen Software:

  • Steam

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?

Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.

Benötigte Tools
Combo Cleaner Antivirus 7 Tage kostenlos testen
Empfohlener primärer Scanner. VB100-zertifiziert. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Microsoft Defender Offline Kostenlos · integriert
In Windows integriert. Startet in einer sauberen Umgebung, um Rootkits zu erkennen.
Von Microsoft Sysinternals. Besser als der Task-Manager - zeigt vollständige Pfade und Signaturen an.
Autoruns Kostenlos
Von Microsoft Sysinternals. Listet alle Orte auf, an denen sich Malware auf Ihrem System festsetzen kann.
Offizieller On-Demand-Scanner von Microsoft. Stets aktuelle Signaturen - läuft nach 10 Tagen ab.
Phase 1~ 5 Min.
Eindämmen - den Schaden begrenzen

1

Vom Netzwerk trennen

30 Sek.Kein Tool erforderlich

Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.

Warum das wichtig ist

Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.

2

Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten

3 Min.

Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.

Windows 11

Öffnen Sie Einstellungen → System → Wiederherstellung. Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.

Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.

Windows 11 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Windows 10

Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie F5.

Windows 10 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten - im Bildschirm Starteinstellungen F5 drücken
Windows 8

Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.

Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Windows 7

Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.

Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Phase 2~ 15 Min.
Identifizieren - finden, was sich versteckt

3

Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen

Tool: Process Explorer5 Min.

Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf Options → Verify Image Signatures und View → Lower Pane View → DLLs.

Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.

Warum nicht einfach der Task-Manager

Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.

Process Explorer mit einem verdächtigen unsignierten Prozess, der aus %AppData% ausgeführt wird
4

Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen

Tool: Autoruns 14.x10 Min.

Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.

Öffnen Sie im Menü Options → Hide Microsoft Entries und Options → Hide Empty Locations und klicken Sie dann auf Refresh.

Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:

  • Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
  • Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
  • Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
  • WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
  • Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
  • AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
  • Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Profi-Tipp

Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.

Autoruns 14.x mit aktivierter Option Hide Microsoft Entries und den Registerkarten Logon und Scheduled Tasks
5

Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen

3 Min.In Windows integriert

Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.

Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.

DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann Einstellungen → Netzwerk und Internet → [Ihr Adapter] → DNS-Serverzuweisung und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.

Warum das wichtig ist

Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.

Phase 3~ 60-90 Min.
Entfernen - drei Scans, eine Bereinigung

Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.

6

Microsoft Defender Offline ausführen

Tool: In Windows integriert15 Min.

Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Scanoptionen. Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.

Warum dies zuerst kommt

Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.

Empfohlenes Antivirenprogramm
Combo Cleaner

VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.

Combo Cleaner herunterladen
7

Vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen

Tool: Combo Cleaner20-40 Min.

Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.

Ergebnisse des vollständigen Scans von Combo Cleaner mit erkannten Bedrohungen
8

Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen

Tool: Microsoft Safety Scanner15 Min.

Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.

Warum ein zweiter Scan

Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.

9

Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen

Tool: Autoruns10 Min.

Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.

Wichtig

Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).

Phase 4~ 15 Min.
Wiederherstellen - Browser und Sicherheit wiederherstellen

10

Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen

5 Min.

Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.

  • Chrome: Rufen Sie chrome://settings/reset auf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dann chrome://settings/content/notifications auf und entfernen Sie alle unbekannten Websites.
  • Edge: Rufen Sie edge://settings/reset auf. Prüfen Sie dann edge://settings/content/notifications.
  • Firefox: Öffnen Sie about:support und klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.

Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.

11

Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren

10 Min.

Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Einstellungen verwalten und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.

Führen Sie anschließend Windows Update aus (Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen) und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.

Phase 5~ 15 Min. + 7 Tage
Überprüfen & absichern

12

Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern

20 Min.⚠ Kritisch

Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.

Empfohlene Reihenfolge:

  1. Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
  2. Bank- und Finanzkonten
  3. Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
  4. Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten

Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.

13

Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen

5 Min. + 1 Woche Überwachung

Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.

Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.

Überprüfung der Malware-Entfernung auf der Registerkarte Autostart-Apps im Task-Manager von Windows 11

Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten

Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:

  • Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
  • Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
  • Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
  • Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind

Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über Einstellungen → System → Wiederherstellung → Diesen PC zurücksetzen → Alles entfernen → Cloud-Download neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.

Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Mein Computer ist mit Stealc-Malware infiziert, soll ich mein Speichergerät formatieren, um sie loszuwerden?

Nein, die Entfernung des Diebstahlprogramms Stealc erfordert keine Formatierung.

Was sind die größten Probleme, die Stealc-Malware verursachen kann?

Die von einer Infektion ausgehenden Bedrohungen hängen von den Funktionalitäten der Malware und den Zielen der Cyberkriminellen ab. Stealc wurde entwickelt, um sensible Daten von infizierten Systemen und die auf ihnen installierten Anwendungen und Erweiterungen zu stehlen. Normalerweise können diese Arten von Infektionen zu erheblichen Problemen bei der Privatsphäre, finanziellen Einbußen und Identitätsdiebstahl führen.

Worin besteht der Zweck von Stealc-Malware?

In den meisten Fällen wird Malware verwendet, um Einnahmen zu generieren. Cyberkriminelle könnten diese Software jedoch auch verwenden, um sich selbst zu belustigen, persönliche Racheakte durchzuführen, Prozesse (z.B. Webseiten, Dienste, Unternehmen, Organisationen usw.) zu stören und sogar politisch/geopolitisch motivierte Angriffe durchzuführen.

Wie hat die Malware Stealc meinen Computer infiltriert?

Stealc wird von deren Entwicklern zum Verkauf angeboten – daher hängt die Art und Weise, wie sie verbreitet wird, von den Cyberkriminellen ab, die sie verwenden. Bei ihr wurde beobachtet, dass sie über bösartige Seiten verbreitet wurde, die auf Youtube-Videos gefördert werden, die Instruktionen für die Installation von “gecrackten“ Programmen zur Verfügung stellen, gefördert wird. Andere Verbreitungsmethoden sind jedoch höchstwahrscheinlich.

Allgemein wird Malware mithilfe von Drive-by-Downloads, Online-Betrügereien, Spam-E-Mails und -Nachrichten, Malvertising, zweifelhaften Downloadkanäle (z.B. Freeware- und -Seiten Dritter, Peer-to-Peer-Sharing-Netzwerke usw.), illegalen Software-Aktivierungswerkzeugen (“Cracks"), gefälschten Updates und so weiter verbreitet. Darüber hinaus können sich einige bösartigen Programme über lokale Netzwerke und entfernbare Speichergeräte (z.B. USB-Sticks, externe Festplatten usw.) von selbst verbreiten.

Wird Combo Cleaner mich vor Malware schützen?

Ja, Combo Cleaner ist in der Lage, fast alle bekannten Malware-Infektionen zu erkennen und zu beseitigen. Da hochwertige Schadsoftware sich normalerweise tief innerhalb von Systemen versteckt – muss betont werden, dass das Durchführen eines vollständigen Systemscans unerlässlich ist.

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Tomas Meskauskas

Tomas Meskauskas

Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst

Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.

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