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So entfernt man EpsilonRed Ransomware vom Betriebssystem

Auch bekannt als: EpsilonRed Virus
Schadenshöhe: Stark

Was ist EpsilonRed Ransomware?

EpsilonRed ist eine bösartige Software, die als Ransomware eingestuft wird. Diese Malware wurde in der Programmiersprache Go programmiert. Sie agiert, indem sie Daten verschlüsselt (Dateien unzugänglich macht) - um Lösegeldforderungen für die Entschlüsselung (die Wiederherstellung des Zugriffs) zu stellen.

Während des Verschlüsselungs-Prozesses wird allen Dateien die Erweiterung "EpsilonRed" beigefügt. Beispielsweise wird eine Datei mit einem ursprünglichen Namen wie etwa "1.jpg" als "1.jpg.EpsilonRed", "2.jpg" als "2.jpg.EpsilonRed", "3.jpg" als "3.jpg.EpsilonRed" und so weiter erscheinen.

Nach Abschluss dieses Vorgangs werden Lösegeldforderungen - "HOW_TO_RECOVER.EpsilonRed.txt" - in den betroffenen Ordnern abgelegt. Es ist nennenswert, dass die beobachtete Art und Weise, wie die Ransomware EpsilonRed Systeme infiziert, ziemlich ausgeklügelt ist.

EpsilonRed ist die letzte Nutzlast des Infektionsprozesses, welche die Löschung von Volume Shadow Copies und Windows Event Logs, Änderungen an der Windows Firewall, die Entfernung von Programmen oder das Beenden von Prozessen (d.h. Anti-Virus-Software, Datensicherung und Datenbankdienste, Office-Anwendungen, E-Mail-Clients usw.) und viele andere bösartige Aktionen beinhaltet. Die Ransomware EpsilonRed wurde verwendet, um US-Unternehmen anzugreifen, die im Gastgewerbe tätig sind. Diese Angriffe wurden wahrscheinlich durch einen anfälligen Microsoft Exchange-Server eines Unternehmens ermöglicht.

Der in der lösegeldfordernden Nachricht ("HOW_TO_RECOVER.EpsilonRed.txt") dargestellte Text informiert die Opfer darüber, dass ihre Daten verschlüsselt wurden. Die Nachricht gibt an, dass Entschlüsselungsschlüssel/-Werkzeuge von den Cyberkriminellen hinter der Ransomware-Infektion erworben werden müssen - um die Dateien wiederherzustellen.

Darüber hinaus wurden sensible Inhalte (z. B. Buchhaltungs-, Führungs-, Vertriebs-, Kunden-Support- und Marketing-Daten) aus dem System herausgeschleust. Sollten sich Opfer weigern, den Forderungen der Kriminellen nachzukommen, werden die gestohlenen Inhalte publik gemacht.

Um den Wiederherstellungsprozess einzuleiten, muss die Kommunikation mit den Cyberkriminellen über die aufgelistete Webseite oder E-Mail hergestellt werden. Anstatt zu garantieren, dass die Entschlüsselung durchführbar ist, bietet die Nachricht an, eine verschlüsselte Datei wiederherzustellen.

Die Nachricht wird mit Warnungen abgeschlossen, welche davor warnen, dass das Änderungen an den kompromittierten Dateien, die Verwendung von Entschlüsselungswerkzeugen Dritter oder Anti-Virus-Software - die Daten unentschlüsselbar machen könnte.

Bei den meisten Ransomware-Angriffen ist eine Entschlüsselung ohne ein Eingreifen der Cyberkriminellen - unmöglich. Dies könnte dann möglich sein, wenn sich das bösartige Programm noch in der Entwicklung befindet und/oder ernsthafte Fehler aufweist.

Trotzdem wird dringend davon abgeraten, mit Cyberkriminellen zu kommunizieren oder diese zu bezahlen. Trotz Erfüllung der Lösegeldforderungen - erhalten Opfer häufig nicht die versprochenen Entschlüsselungswerkzeuge.

Daher erleiden sie finanzielle Verluste und ihre Daten bleiben verschlüsselt - im Wesentlichen wertlos. Um die Ransomware EpsilonRed an weiteren Verschlüsselungen zu hindern, muss sie vom Betriebssystem beseitigt werden.

Leider wird eine Entfernung die bereits betroffenen Dateien nicht wiederherstellen. Die einzige Lösung besteht darin, die Daten von einem Backup aus wiederherzustellen, falls eines vor der Infektion erstellt und an einem anderen Ort aufbewahrt wurde.

Screenshot einer Nachricht, in der Benutzer aufgefordert werden, ein Lösegeld zu zahlen, um ihre kompromittierten Daten zu entschlüsseln:

EpsilonRed Entschlüsselungsanleitung (HOW_TO_RECOVER.EpsilonRed.txt)

Kelly (Leen), Allah, XRatLocker und K3n3dy sind einige Beispiele für Ransomware-artige Programme. Diese Malware wurde entwickelt, um Dateien zu verschlüsseln und/oder den Bildschirm des Geräts zu sperren - um eine Zahlung für die Entschlüsselung/die Wiederherstellung des Zugriffs zu verlangen.

Es gibt zwei maßgebliche Unterschiede zwischen diesen Programmen/Infektionen - der kryptografische Algorithmus, den sie verwenden (symmetrisch oder asymmetrisch) und die Höhe des Lösegeldes. Um dauerhaften Datenverlust zu vermeiden, wird dringend empfohlen, Backups auf Fernservern und/oder auf nicht angeschlossenen Speichergeräten aufzubewahren.

Im Idealfall sollten Backup-Kopien an mehreren verschiedenen Orten aufbewahrt werden.

Wie hat Ransomware meinen Computer infiziert?

Ransomware und andere Malware wird normalerweise als gewöhnliche Software/Medien getarnt oder mit ihnen gebündelt und anschließend über nicht vertrauenswürdige Downloadkanäle (z.B. inoffizielle und kostenlose File-Hosting-Seiten, Peer-to-Peer-Sharing-Netzwerke und andere Downloadprogramme Dritter) verbreitet. Illegale Aktivierungswerkzeuge ("Cracks") und gefälschte Aktualisierungsprogramme sind Paradebeispiele für Malware-verbreitende Inhalte.

"Cracking"-Werkzeuge können Infektionen verursachen anstatt lizensierte Produkte zu aktivieren. Betrügerische Aktualisierungsprogramme infizieren Systeme, indem sie Schwächen veralteter Programme ausnutzen und/oder bösartige Software anstelle der Updates installieren.

Spam-Kampagnen werden ebenfalls häufig verwendet, um Malware zu verbreiten. Der Begriff "Spam-Kampagne" wird verwendet, um eine groß angelegte Operation zu beschreiben, in deren Zuge Tausende von irreführenden/betrügerischen E-Mails versendet werden.

Diesen Briefen wurden infektiöse Dateien angehängt und/oder sie wurden in ihnen verlinkt. Virulente Dateien können in verschiedenen Formaten auftreten, wie beispielsweise als Microsoft Office- und PDF-Dokumente, Archive (ZIP, RAR usw.), ausführbare Dateien (.exe, .run usw.), JavaScript und so weiter.

Wenn die Dateien ausgeführt, zum Laufen gebracht oder auf andere Weise geöffnet werden - wird die Infektionskette ausgelöst.

Zusammenfassung der Bedrohung:
Name EpsilonRed Virus
Art der Bedrohung Ransomware, Krypto-Virus, Dateienverschlüsseler
Verschlüsselte Dateierweiterung .EpsilonRed
Lösegeldfordernde Nachricht HOW_TO_RECOVER.EpsilonRed.txt
Cyberkriminellen-Kontakt Website und redepsilonsupport@protonmail.com
Erkennungsnamen Avast (FileRepMalware), BitDefender (Trojan.GenericKD.46401179), ESET-NOD32 (Win64/Filecoder.EpsilonRed.A), Kaspersky (HEUR:Trojan-PSW.Win64.BroPass.vho), Microsoft (Trojan:Win32/ScarletFlash.A), Vollständige Liste von Erkennungen (VirusTotal)
Symptome Auf Ihrem Computer gespeicherte Dateien können nicht geöffnet werden, bisher funktionierende Dateien haben jetzt eine andere Erweiterung (z. B. my.docx.locked). Auf Ihrem Desktop wird eine lösegeldfordernde Nachricht angezeigt. Cyberkriminelle verlangen die Zahlung eines Lösegelds (normalerweise in Bitcoins), um Ihre Dateien freizuschalten.
Verbreitungsmethoden Infizierte E-Mail-Anhänge (Makros), Torrent-Webseiten, bösartige Werbeanzeigen.
Schaden Alle Dateien sind verschlüsselt und können nicht ohne das Zahlen eines Lösegelds geöffnet werden. Zusätzliche passwortstehlende Trojaner und Malware-Infektionen können zusammen mit einer Ransomware-Infektion installiert werden.
Entfernung

Um EpsilonRed Virus zu entfernen, empfehlen unsere Malware-Forscher, Ihren Computer mit Combo Cleaner zu scannen.
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Wie können Sie sich vor Ransomware-Infektionen schützen?

Es wird empfohlen, immer von offiziellen und verifizierten Quellen herunterzuladen. Darüber hinaus müssen alle Software-Produkte mithilfe von Werkzeugen/Funktionen aktiviert und aktualisiert werden, die von echten Entwicklern zur Verfügung gestellt wurden.

Um zu vermeiden, das System per Spam-Mail zu infizieren, wird davon abgeraten, verdächtige und irrelevante E-Mails zu öffnen - insbesondere keine in ihnen enthaltenen Anhänge oder Links. Es ist von allergrößter Bedeutung, eine namhafte Antivirus-/Anti-Spyware-Suite und auf dem neuesten Stand zu haben.

Darüber hinaus muss diese Software verwendet werden, um regelmäßige Systemscans durchzuführen und erkannte/potenzielle Bedrohungen zu entfernen. Falls Ihr Computer bereits mit EpsilonRed infiziert wurde, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner durchzuführen, um diese Ransomware automatisch zu beseitigen.

Der in der Textdatei der Ransomware EpsilonRed ("HOW_TO_RECOVER.EpsilonRed.txt") dargestellte Text:

[+] Was ist passiert? [+]
 
Ihre Dateien wurden verschlüsselt und sind derzeit nicht verfügbar. Sie können dies überprüfen. Alle Dateien in Ihrem System haben die Erweiterung "EpsilonRed". Übrigens ist es möglich, alles wiederherzustellen (zurückzuerlangen), aber sie sollten unsere Anweisungen befolgen. Andernfalls können Sie Ihre Daten NIEMALS zurückholen.
 
[+] Was sind unsere Garantien? [+]
 
Es ist nur ein Geschäft und es geht uns nur darum, einen Nutzen daraus zu ziehen. Falls wir unseren Verpflichtungen nicht nachkommen, wird sich niemand mit uns auseinandersetzen. Es ist nicht in unserem Interesse. Also können Sie die Fähigkeit, Ihre Dateien wiederherzustellen, überprüfen. Zu diesem Zweck sollten Sie mit uns sprechen, wir können eine Ihrer Dateien kostenlos entschlüsseln. Dies ist unsere Garantie.
Dabei spielt es für uns keine Rolle, ob Sie mit uns kooperieren oder nicht. Aber falls Sie dies nicht tun, verlieren Sie Ihre Zeit und Daten, da nur wir den privaten Schlüssel zum Entschlüsseln Ihrer Dateien haben. Zeit ist viel wertvoller als Geld.

 

[+] Datenleck [+]
Wir haben Ihre Daten hochgeladen und falls Sie uns nicht kontaktieren, werden wir Ihre Daten veröffentlichen.

 

Beispiel für Daten
- Buchhaltungsdaten
- Verwaltungsdaten
- Verkaufsdaten
- Kunden-Support-Daten
- Marketing-Daten
- Und mehr andere ...

 

[+] Wie kontaktieren? [+]

 

Sie haben zwei Optionen :

 

1. Chatten Sie mit mir:
    -Besuchen Sie unsere Webseite: hxxp://epsilons.red/support/NegotiationArea/aqsc.com5749132212/
    -Geben Sie den folgenden SCHLÜSSEL in das Eingabeformular ein, wenn Sie unsere Webseite besuchen.
    -Fangen Sie dann damit an, mit mir zu sprechen.
    
  2. Schreiben Sie mir eine E-Mail an : redepsilonsupport@protonmail.com
 
SCHLÜSSEL:
-

 

!!! GEFAHR !!!
Versuchen Sie NICHT selbst, Änderungen an Dateien vorzunehmen, verwenden Sie KEINE Software oder Anti-Virus-Lösungen Dritter um  Ihre Daten wiederherzustellen - dies könnte den privaten Schlüssel-Schaden nach sich ziehen und all Ihre Dateien folglich Verlust!
!!! !!! !!!
NOCH EINMAL: Es ist in Ihrem besten Interesse, Ihre Dateien zurückzuerhalten. Von unserer Seite aus sind wir bereit, alles für die Wiederherstellung zu machen, aber bitte mischen Sie sich nicht ein.
!!! !!! !!

Das Aussehen der Textdatei der Ransomware EpsilonRed (GIF):

Aussehen der EpsilonRed Ransomware Textdatei (GIF)

Screenshot von Dateien, die von der Ransomware EpsilonRed verschlüsselt wurden (Erweiterung ".EpsilonRed"):

Von EpsilonRed Ransomware verschlüsselte Dateien (.EpsilonRed Erweiterung)

EpsilonRed Ransomware-Entfernung:

Sofortige automatische Entfernung von EpsilonRed Virus: Die manuelle Entfernung einer Bedrohung kann ein langer und komplizierter Prozess sein, der fortgeschrittene Computerkenntnisse voraussetzt. Combo Cleaner ist ein professionelles, automatische Malware-Entfernungstool, das zur Entfernung von EpsilonRed Virus empfohlen wird. Laden Sie es herunter, indem Sie auf die untenstehende Schaltfläche klicken:
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Das Video zeigt, welche Schritte im Falle einer Ransomware-Infektion unternommen werden sollten:

Schnellmenü:

Ransomware den Behörden melden:

Wenn Sie Opfer eines Ransomware-Angriffs sind, empfehlen wir, dass Sie diesen Vorfall den Behörden melden. Indem Sie den Strafverfolgungsbehörden diese Informationen zur Verfügung stellen, helfen Sie Cyberkriminalität zu verfolgen und möglicherweise bei der Anklage gegen die Angreifer zu helfen. Hier ist eine Liste von Behörden, an die Sie einen Ransomware-Angriff melden sollten. Für die vollständige Liste örtlicher Cybersicherheitszentren und Informationen darüber, wie Sie einen Ransomware-Angriffe melden sollten, lesen Sie diesen Artikel.

Liste örtlicher Behörden, an die Ransomware-Angriffe gemeldet werden sollten (wählen Sie eine abhängig von Ihrer Heimatadresse):

Isolation des infizierten Geräts:

Einige Ransomware-artige Infektionen werden entwickelt, um Dateien innerhalb externer Speichergeräte zu verschlüsseln und sich sogar im gesamten lokalen Netzwerk zu verbreiten. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig das infizierte Gerät (Computer) so bald wie möglich zu isolieren.

Schritt 1: Trennen Sie das Gerät vom Internet.

Der einfachste Weg einen Computer vom Internet zu trennen ist, das Ethernet-Kabel von der Hauptplatine zu trennen. Einige Geräte sind jedoch über ein drahtloses Netzwerk verbunden und für einige Benutzer (speziell diejenigen, die nicht besonders technisch versiert sind), kann das Trennen von Kabeln Probleme bereiten. Daher können Sie das System auch manuell über die Systemsteuerung trennen:

Navigieren Sie zu „Systemsteuerung", klicken Sie auf die Suchleiste in der oberen rechten Ecke des Bildschirms, geben Sie „Netzwerk- und Freigabecenter" ein und wählen Sie Suchergebnis:

Den Computer vom Internet trennen (Schritt 1)

Klicken Sie auf die Option „Adaptereinstellungen ändern“ in der oberen linken Ecke des Fensters:

Den Computer vom Internet trennen (Schritt 2)

Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jeden Verbindungspunkt und wählen Sie „Deaktivieren“ aus. Nach der Deaktivierung, wird das System nicht mehr mit dem Internet verbunden sein. Um die Verbindungspunkt wieder zu aktivieren, klicken Sie einfach erneut mit der rechten Maustaste darauf und wählen Sie „Aktivieren“.

Den Computer vom Internet trennen (Schritt 3)

Wie oben erwähnt, könnte Ransomware Daten verschlüsseln und alle Speichergeräte infiltrieren, die mit dem Computer verbunden sind. Aus diesem Grund sollten alle externen Speichergeräte (USB-Sticks, tragbare Festplatten, etc.) sofort getrennt werden. Wir raten Ihnen jedoch dringend, jedes Gerät vor dem Trennen auszuwerfen, um Datenkorruption zu vermeiden:

Navigieren Sie zu „Mein Computer“, klicken Sie mit der rechten Maustaste auf jedes verbundene Gerät und wählen Sie „Auswerfen“ aus:

Externe Speichergeräte auswerfen

Schritt 3: Melden Sie sich von allen Cloud-Speicherkonten ab.

Einige Ransomware-Arten könnten Software entführen, die mit Daten innerhalb ‚“der Cloud“ zu tun hat. Daher könnten die Daten korrupt/verschlüsselt sein. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei allen Cloud-Speicherkonten, innerhalb von Browsern und verwandter Software, abmelden. Sie sollten auch erwägen die Cloud-Management-Software vorübergehend zu deinstallieren, bis die Infektion vollständig entfernt ist.

Erkennung der Ransomware-Infektion:

Um ordnungsgemäß mit einer Infektion umzugehen, muss man sie zuerst erkennen. Einige Ransomware-Infektion verwenden Lösegeldfordernde Nachrichten als Einleitung (sie die WALDO Ransomware Textdatei unten).

Ransomware-artige Infektione erkennen (Schritt 1)

Dies ist jedoch selten. In dem meisten Fällen liefern Ransomware-Infektion direktere Nachrichten, die einfach besagen, dass Daten verschlüsselt sind und dass die Opfer irgendein Lösegeld zahlen müssen. Bedenken Sie, dass Ransomware-artige Infektionen typischerweise Nachrichten mit verschiedenen Dateinamen erzeugen (zum Beispiel „_readme.txt“, „READ-ME.txt“, „DECRYPTION_INSTRUCTIONS.txt“, „DECRYPT_FILES.html“, etc.). Daher scheint die Nutzung der Lösegeldnachricht ein guter Weg zu sein, die Infektion zu erkennen. Das Problem ist, dass die meisten dieser Namen allgemein sind und einige Infektionen die gleichen Namen verwenden, obwohl die gelieferten Nachrichten verschieden sind und die Infektionen selbst sind nicht verwandt. Daher kann die Verwendung des Dateinamens der Nachricht ineffektiv sein und sogar zum dauerhaften Datenverlust führen (zum Beispiel indem man versucht Daten mit Werkzeugen für unterschiedliche Ransomware-Infektionen zu entschlüsseln. Benutzer beschädigen wahrscheinlich Dateien dauerhaft und die Entschlüsselung wird nicht mehr möglich sein, sogar mit dem richtigen Werkzeug).

Ein weiterer Weg eine Ransomware-Infektion zu erkennen ist die Prüfung der Dateierweiterung, die jeder verschlüsselten Datei anhängt. Ransomware-Infektionen werden oft nach der Erweiterung benannt, die sie anhängen (siehe von Qewe Ransomware verschlüsselte Dateien unten).

Ransomware-artige Infektione erkennen (Schritt 2)

Diese Methode ist jedoch nur effektiv, wenn die angehängte Erweiterung einzigartig ist - viele Ransomware-Infektion hängen eine allgemeine Erweiterung an (zum Beispiel „.encrypted“, „.enc“, „.crypted“, „.locked“, etc.). In diesen Fällen wird die Erkennung von Ransomware durch ihre angehängte Erweiterung unmöglich.

Einer der leichtesten und schnellsten Wege, um eine Ransomware-Infektion zu erkennen, ist die Benutzung der ID Ransomware Webseite. Dieser Dienst unterstützt die meisten bestehenden Ransomware-Infektionen. Die Opfer laden einfach eine Lösegeldnachricht hoch und/oder eine verschlüsselte Datei (wir raten Ihnen, wenn möglich, beides hochzuladen).

Ransomware-artige Infektione erkennen (Schritt 3)

Die Ransomware wird innerhalb von Sekunden erkannt und Ihnen werden verschiedene Details geboten, wie der Name der Malware-Familie, zu der die Infektion gehört, ob sie entschlüsselbar ist und so weiter.

Beispiel 1 (Qewe [Stop/Djvu] Ransomware):

Ransomware-artige Infektione erkennen (Schritt 4)

Beispiel 2 (.iso [Phobos] Ransomware):

Ransomware-artige Infektione erkennen (Schritt 5)

Wenn Ihre Daten durch eine Ransomware verschlüsselt sind, die nicht von ID Ransomware unterstützt wird, können Sie im Internet suchen, indem Sie bestimmte Schlüsselwörter benutzen (zum Beispiel Titel der Lösegeldnachricht, Dateierweiterung, bereitgestellte Kontakt-E-Mails, Kryptowallet Adressen, etc.)

Nach Ransomware-Entschlüsselungswerkzeugen suchen:

Verschlüsselungsalgorithmen, die von den meisten Ransomware-artigen Infektionen benutzt werden, sind sehr ausgefeilt und, falls die Verschlüsselung ordnungsgemäß ausgeführt wird, kann nur der Entwickler die Daten wiederherstellen. Der Grund dafür ist, dass die Verschlüsselung eine speziellen Schlüssel erfordert, der während der Verschlüsselung erzeugt wird. Daten ohne den Schlüssel wiederherzustellen ist unmöglich. In den meisten Fällen speichern Cyberkriminelle Schlüssel auf einem externen Server, anstatt die infizierte Maschine als Host zu benutzen. Dharma (CrySis), Phobos und andere Familien hochentwickelter Ransomware-Infektionen sind praktisch fehlerlos, weshalb Daten, ohne Mitwirken der Entwickler wiederherzustellen, einfach unmöglich ist. Trotzdem gibt es Dutzende von Ransomware-artigen Infektionen, die schlecht entwickelt sind und mehrere Fehler enthalten (zum Beispiel die Benutzung identischer Verschlüsselungs-/Entschlüsselungschlüssel für jedes Opfer, örtlich gespeicherte Schlüssel, etc.). Daher prüfen Sie immer auf verfügbare Entschlüsselungswerkzeuge für jede Ransomware, die Ihren Computer infiltriert.

Das richtige Entschlüsselungswerkzeug im Internet zu finden, kann sehr frustrierend sein. Aus diesen Grund empfehlen wir die Benutzung von No More Ransom Project wo die Identifizierung der Ransomware-Infektion nützlich ist. Die Webseite "No More Ransom Project" enthält eine Abschnitt "Entschlüsselungswerkzeuge" mit einer Suchleiste. Geben Sie den Namen der erkannten Ransomware ein und alle verfügbaren Entschlüsselungswerkzeuge (wenn es sie gibt) werden aufgeführt.

Nach Ransomware Entschlüsselungswerkzeugen auf der nomoreransom.org Webseite suchen

Dateien mit Datenwiederherstellungswerkzeugen wiederherstellen:

Abhängig von der Situation (Qualität der Ransomware-Infektion, Art des verwendeten Verschlüsselungsalgorithmus, etc.), könnte die Wiederherstellung der Daten mit bestimmten Drittparteien-Werkzeugen möglich sein. Daher raten wir Ihnen das von CCleaner entwickelte Werkzeug Recuva zu verwenden. Dieses Werkzeug unterstützt über tausend Datentypen (Grafiken, Video, Audio, Dokumente, etc.) und ist sehr intuitiv (geringes Wissen reicht, um Daten wiederherzustellen). Zusätzlich ist die Wiederherstellungsfunktion völlig kostenlos.

Schritt 1: Führen Sie eine Scan durch.

Führen Sie die Recuva Anwendung aus und befolgen Sie den Assistenten. Sie werden mit mehreren Fenstern aufgefordert, die Ihnen ermöglichen zu wählen, nach welchen Dateitypen Sie suchen, welche Orte gescannt werden sollten, etc. Sie müssen nur die Optionen wählen, die Sie suchen und mit dem Scan beginnen. Wir raten Ihnen den "Vollständigen Scan" zu aktivieren, bevor Sie starten, da sonst die Möglichkeiten der Anwendung zum Scannen eingeschränkt werden.

Recuva Datenwiederherstellungswerkzeugsassistent

Warten Sie, bis Recuva den Scan abgeschlossen hat. Die Dauer des Scans hängt vom Volumen der Dateien ab (sowohl in Quantität als auch Größe), die Sie scannen (zum Beispiel der Scan mehrerer hundert Gigabyte könnte über eine Stunde dauern). Seien Sie daher während des Scanprozesses geduldig. Wir raten auch davon ab, bestehende Dateien zu modifizieren oder zu löschen da dies den Scan stören kann. Wenn Sie zusätzliche Daten hinzufügen, (zum Beispiel Dateien/Inhalte herunterladen) während Sie scannen, wird dies den Prozess verlängern:

Recuva Datenwiederherstellungswerkzeug Dauer des Scans

Schritt 2: Daten wiederherstellen.

Nachdem der Prozess abgeschlossen ist, wählen Sie die Ordner/Dateien, die Sie wiederherstellen möchten und klicken Sie einfach auf "Wiederherstellen". Beachten Sie, dass auf Ihr Speicherlaufwerk einigen freien Platz braucht, um Daten wiederherzustellen:

Recuva Datenwiederherstellungswerkzeug stellt Daten wieder her

Datensicherungen erzeugen:

Ordnungsgemäßes Dateimanagement und das Erstellen von Datensicherungen sind unerlässlich für die Datensicherheit. Daher sollten Sie immer sehr vorsichtig sein und vorausdenken.

Partitionsverwaltung: Wir empfehlen, dass Sie Ihre Daten in mehrfachen Partitionen speichern und es vermeiden wichtige Dateien innerhalb der Partition zu speichern, die das vollständige Betriebssystem enthält. Wenn Sie in eine Situation kommen, in der Sie das System nicht hochfahren können und gezwungen sind, die Festplatte, die auf dem das Betriebssystem installiert, ist zu formatieren (hier verstecken sich in den meisten Fällen Malware-Infektionen), werden alle Daten verlieren, die auf dieser Festplatte gespeichert sind. Dies ist der Vorteil mehrfacher Partitionen: Wenn Sie das gesamte Speichergerät einer einzelnen Partition zugewiesen haben, sind Sie gezwungen alles zu löschen, aber die Erzeugung mehrfacher Partitionen und die ordnungsgemäße Zuweisung der Daten macht es Ihnen möglich, solche Probleme zu vermeiden. Sie können eine einzelne Partition leicht formatieren ohne die anderen zu beeinflussen. Daher wird eine gereinigt, die anderen bleiben unberührt und Ihre Daten werden gespeichert. Die Partitionsverwaltung ist sehr einfach und Sie können alle nötigen Informationen auf der Microsoft Dokumentationswebseite finden.

Datensicherungen: Eine der zuverlässigsten Datensicherungsmethoden ist die Verwendung eines externen Speichergeräts und dies zu trennen. Kopieren Sie Ihre Daten auf eine externe Festplatte, USB-Stick, SSD, HDD oder jedes andere Speichermedium. Trennen und speichern Sie es an einem warmen Ort, vor direkter Sonneneinstrahlung und extremen Temperaturen geschützt. Diese Methode ist jedoch ziemlich effizient, da Datensicherungen und Updates regelmäßig gemacht werden müssen. Sie können auch einen Cloud-Dienst oder einen externen Server benutzen. Hier ist eine Internetverbindung nötig, bei der es immer die Möglichkeit einer Sicherheitslücke gibt, obwohl das selten vorkommt.

Wir empfehlen die Nutzung von Microsoft OneDrive zur Sicherung Ihrer Dateien. OneDrive lässt Sie Ihre persönlichen Dateien und Daten in der Cloud speichern, Dateien über mehrere Computer und Mobilgeräte hinweg zu synchronisieren, ermöglicht Ihnen den Zugriff auf und die Bearbeitung Ihrer Dateien von all Ihren Windows-Geräten. OneDrive lässt Sie Dateien speichern, teilen und eine Vorschau erstellen, auf den Downloadverlauf zugreifen, Dateien bewegen, löschen und umbenennen, sowie neue Ordner zu erstellen und vieles mehr.

Sie können Ihre wichtigsten Ordner und Dateien auf Ihrem PC sichern (Ihren Desktop, Dokument und Bilderordner). Einige der bemerkenswertesten Merkmale von OneDrive sind die Datei-Versionierung, die ältere Versionen von Dateien für bis zu 30 Tage erhält. OneDrive hat einen Papierkorb, in dem alle Ihre gelöschten Dateien für begrenzte Zeit gespeichert werden. Gelöschte Dateien werden nicht als Teil der Benutzerzuweisung gezählt.

Der Dienst wird mit HTML5-Technologien erstellt und erlaubt Ihnen das Hochladen von Dateien bis zu 300 MB über Drag und Drop in den Internetbrowser oder bis zu 10 GB über die OneDrive Desktopanwendung. Mit OneDrive können Sie gesamte Ordner als einzelne ZIP-Datei herunterladen, mit bis zu 10.000 Dateien, obwohl 15 GB pro einzelnem Download nicht überschritten werden können.

OneDrive hat 5 GB freien Speicherplatz mit zusätzlichen 100 GB, 1 TB und 6 TB Speicheroptionen, die für eine Gebühr für ein Abonnement verfügbar sind. Sie können einen dieser Speicheroptionen erhalten, indem Sie entweder zusätzlichen Speicher separat oder mit einem Office 365 Abonnement kaufen.

Eine Datensicherungen erstellen:

Der Datensicherungsprozess ist der gleiche für alle Dateitypen und Ordner. So können Sie Ihre Dateien mit Microsoft OneDrive sichern.

Schritt 1: Wählen Sie die Dateien/Ordner, die Sie sichern möchten.

Klicken sie auf das OneDrive Symbol in der Taskleiste

Klicken Sie auf die OneDrive Cloud Schaltfläche, um das OneDrive Menü zu öffnen. In diesem Menü können Sie Ihre Datensicherungseinstellungen individualisieren.

Wählen Sie Hilfe und Einstellungen und klicken Sie auf Einstellungen

Klicken Sie auf Hilfe und Einstellungen und wählen Sie dann Einstellungen vom Drop-Down-Menü.

Wählen Sie die Registerkarte Datensicherung und klicken Sie auf Datensicherung verwalten

Gehen Sie zur Registerkarte Datensicherung und klicken Sie auf Datensicherung verwalten.

Wählen Sie Ordner zur Datensicherung und klicken Sie auf Datensicherung starten

In diesem Menü können Sie wählen den Desktop zu sichern und alle seine Dateien und Dokumente und Bilder Ordner, ebenfalls mit alle diesen Dateien in ihnen. Klicken Sie auf Datensicherung starten.

Wenn Sie jetzt eine Datei oder einen Ordner in die Desktop-, Dokumente- und Bilderordner hinzufügen, werden sie automatisch in OneDrive gesichert.

Um Ordner und Dateien nicht in die oben genannten Orte hinzuzufügen, fügen Sie diese manuell hinzu.

Wählen Sie eine Datei manuell und kopieren sie diese

Öffnen Sie die Datei-Suchmaschine und navigieren Sie an den Ort des Ordners/der Datei, die Sie sichern möchten. Wählen Sie einen Punkt, klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf und klicken Sie auf Kopieren.

Fügen Sie die kopierte Datei in den OneDrive Ordner ein, um eine Datensicherung zu erzeugen

Dann navigieren Sie zu OneDrive, klicken Sie mit der rechten Maustaste irgendwo in das Fenster und klicken Sie auf Einfügen. Alternativ können Sie eine Datei einfach in OneDrive ziehen und fallenlassen. OneDrive erzeugt automatisch eine Datensicherung des Ordners/der Datei.

Datei-Staten im OneDrive Ordner

Alle dem OneDrive Ordner hinzugefügten Dateien, werden automatisch in die Cloud gesichert. Der grüne Kreis mit dem Häkchen darin zeigt an, dass die Datei sowohl örtlich als auch auf OneDrive verfügbar ist und dass die Dateiversion für beide gleich ist. Die blaue Cloud-Symbol zeigt an, dass die Datei noch nicht synchronisiert wurde und nur auf OneDrive verfügbar ist. Das Synchronisations-Symbol zeigt an, dass die Datei aktuell synchronisiert wird.

Auf Hilfe und Einstellungen klicken und auf Online anzeigen klicken

Um auf Dateien zuzugreifen, die nur online auf OneDrive liegen, gehen Sie zum Hilfe und Einstellungen Drop-Down-Menü und wählen Sie Online anzeigen.

Klicken Sie auf das Zahnrad Einstellunge und klicken Sie auf Optionen

Schritt 2: Korrupte Dateien wiederherstellen.

OneDrive stellt sicher, dass die Dateien synchronisiert bleiben, so dass die Version der Datei auf dem Computer die gleich ist, wie die in der Cloud. Wenn Ransomware jedoch Ihre Dateien beschädigt hat, können Sie die OneDrive Versionsverlauf Funktion nutzen, die Ihnen die Wiederherstellung der Versionen vor der Verschlüsselung ermöglicht.

Microsoft 365 hat eine Ransomware-Erkennungsfunktion, die Sie benachrichtig, wenn Ihre OneDrive Dateien angegriffen wurden und führt Sie durch den Prozess Ihre Dateien wiederherzustellen. Es muss gesagt werden, dass Sie, falls Sie keine kostenpflichtiges Abonnement von Microsoft 365 haben, nur eine Erkennung und eine Wiederherstellung kostenlos ist.

Wenn Ihre OneDrive Dateien gelöscht, beschädigt oder durch Malware infiziert werden, können Sie Ihr gesamtes OneDrive auf eine vorherigen Zustand wiederherstellen. So können Sie Ihre gesamte OneDrive wiederherstellen:

Ihre OneDrive wiederherstellen

1. Wenn Sie mit einem persönlichen Konto angemeldet sind, klicken Sie auf Einstellungen Zahnrad oben auf der Seite. Klicken Sie dann auf Optionen und wählen Sie Ihre OneDrive wiederherstellen aus.

Wenn Sie mit einem Arbeits- oder Schulkonto angemeldet sind, klicken Sie auf Einstellungen Zahnrad oben auf der Seite. Klicken Sie dann auf Ihre OneDrive wiederherstellen.

2. Auf der Seite "Ihre OneDrive wiederherstellen", wählen Sie ein Datum aus der Drop-Down-Liste. Beachten Sie, dass ein Wiederherstellungsdatum für Sie ausgewählt wird, wenn Sie Ihre Dateien nach einer automatischen Ransomware-Erkennungen wiederherstellen.

3. Nachdem Sie alle Dateiwiederherstellungsoptionen konfiguriert haben, klicken Sie auf Wiederherstellen, um alle von Ihnen ausgewählten Aktivitäten rückgängig zu machen.

Der beste Weg Schäden durch Ransomware-Infektionen zu vermeiden ist, regelmäßig aktuelle Datensicherungen vorzunehmen.

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Über den Autor:

Tomas Meskauskas

Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben. Lesen Sie mehr über den Autor.

Das Sicherheitsportal PCrisk wurde von vereinten Sicherheitsforschern entwickelt, um Computeranwender über die neuesten Online-Sicherheitsbedrohungen aufzuklären. Weitere Informationen über die Autoren und Forscher, die bei PCrisk arbeiten, finden Sie auf unserer Kontaktseite.

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