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Was ist ArkeiStealer?
ArkeiStealer (auch bekannt als Arkei Stealer) ist eine Art von Malware, die sensible, vertrauliche Informationen stiehlt, die Cyberkriminelle dann verwenden, um Einnahmen zu generieren. Untersuchungen zeigen, dass ArkeiStealer in der Lage ist, Logindaten und Wallet-Schlüssel für Kryptowährungen zu stehlen.
Durch den Zugriff auf solche Informationen können Cyberkriminelle erhebliche finanzielle Verluste und andere Probleme verursachen. Falls es also Grund zu der Annahme gibt, dass ArkeiStealer auf dem Computer installiert ist, sollten Sie ihn unverzüglich entfernen.

Kryptowährungs-Wallets speichern öffentliche und private Schlüssel, die verwendet werden können, um Guthaben zu überwachen, Geld zu versenden und andere Operationen durchzuführen. ArkeiStealer kann verwendet werden, um private Schlüssel zu stehlen und sie für betrügerische Transaktionen zu missbrauchen. Leider gibt es keine Möglichkeit, verlorenes Geld (Kryptowährung) zurückzufordern oder Transaktionen rückgängig zu machen.
Darüber hinaus ist diese Malware in der Lage, Logindaten zu stehlen und daher können Cyberkriminelle sie verwenden, um E-Mails, soziale Netzwerke, Online-Zahlungen und andere Konten kapern.
In den meisten Fällen verwenden Cyberkriminelle gekaperte Konten, um betrügerische Transaktionen und Einkäufe zu tätigen, andere Personen zu Transaktionen zu verleiten, Identitäten zu stehlen, Malware zu verbreiten (wie beispielsweise Ransomware, Trojaner-artige Programme) und andere bösartige Aktionen ausführen.
ArkeiStealer kann der Grund für schwerwiegende Online-Datenschutzprobleme, erhebliche finanzielle Verluste, Identitätsdiebstahl und so weiter sein. Daher muss er unverzüglich von infizierten Betriebssystemen entfernt werden.
| Name | Arkei Stealer |
| Art der Bedrohung | Passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware. |
| Erkennungsnamen | Avast (Script:SNH-gen [Trj]), BitDefender (Trojan.GenericKD.33529475), ESET-NOD32 (eine Variante von Win32/Injector.Autoit.FDO), Kaspersky (Trojan.Win32.Chapak.ejrj), vollständige Liste (VirusTotal) |
| Symptome | Die meisten Informationsstealer werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks". |
| Schaden | Gestohlene Passwörter und Bankdaten, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wurde einem Botnetz hinzugefügt. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Es gibt viele bösartige Programme, die entwickelt wurden, um vertrauliche Informationen zu stehlen. Einige weitere Beispiele beinhalten PoulightStealer, RedLineStealer und CStealer. Normalerweise werden sie entwickelt, um Daten anzuvisieren, die vertrauliche Datenx enthalten
Opfer, deren Betriebssysteme mit dieser Malware infiziert wurden, können finanzielle Verluste erleiden, Opfer von Identitätsdiebstahl werden, Datenschutzprobleme und andere Probleme erleiden.
Wie hat ArkeiStealer meinen Computer infiltriert?
Bösartige Programme werden normalerweise durch Spam-E-Mail-Kampagnen, nicht vertrauenswürdige Datei- und Software-Downloadkanäle, gefälschte Software-Aktualisierungswerkzeuge, Trojaner und inoffizielle Aktivierungs- („Cracking“)-Werkzeuge verbreitet. Cyberkriminelle versuchen, bösartige Software zu verbreiten, indem sie E-Mails versenden, die bösartige Anhänge enthalten.
Normalerweise versenden sie E-Mails mit bösartigen Microsoft Office-Dokumenten, Archivdateien (ZIP, RAR), PDF-Dokumenten, ausführbare Dateien (.exe) oder JavaScript-Dateien. Sie versuchen, die Empfänger dazu zu verleiten, eine bösartige Datei zu öffnen/auszuführen, die beim Öffnen Malware installiert.
Beachten Sie, dass ihre E-Mails auch Webseiten-Links enthalten können, die bösartige Dateien herunterladen. Beispiele für zweifelhafte Datei-/Software-Downloadkanäle sind Peer-to-Peer-Netzwerke (Torrent Clients), kostenlose File-Hosting-Webseiten, Freeware-Download-Seiten, inoffizielle Webseiten und ähnliche Kanäle.
Diese Kanäle werden verwendet, um bösartige Dateien zu verbreiten, die als harmlos und gewöhnlich getarnt sind. Wenn Benutzer sie herunterladen und öffnen, infizieren sie ihre Computer jedoch mit Malware. Gefälschte Software-Aktualisierungswerkzeuge verursachen Schäden, installieren Malware anstelle von Updates/Fixes oder nutzen Bugs/Fehler veralteter Software aus, die auf dem Betriebssystem installiert ist.
Ein Trojaner ist eine Art von Malware, die Ketteninfektionen verursachen und andere Software dieser Art installieren kann, sie kann andere Malware jedoch nur dann verbreiten, wenn sie bereits auf dem Betriebssystem installiert ist. Software-"Cracking"-Werkzeuge aktivieren lizenzierte Software angeblich kostenlos (umgehen eine Aktivierung), stattdessen installieren Sie stattdessen jedoch bösartige Software.
Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?
Jegliche Software sollte von offiziellen Seiten und über direkte Links heruntergeladen werden. Andere, im obigen Absatz erwähnte Kanäle können bösartige Programme verbreiten und sollten daher vermieden werden. Gleiches gilt für Installationsprogramme Dritter.
Das Betriebssystem und die installierte Software dürfen ausschließlich mithilfe vom eingebauten Funktionen und Werkzeugen aktualisiert werden, die von ihren offiziellen Entwicklern entwickelt wurden. Inoffizielle Aktivierungs- („Cracking“)-Werkzeuge Dritter können Computer mit Malware infizieren. Darüber hinaus ist die Aktivierung von Software über solche Werkzeuge illegal.
Öffnen Sie keine Anhänge und Webseiten-Links in irrelevanten E-Mails, die von verdächtigen, unbekannten Adressen empfangen werden – solche E-Mails werden häufig von Cyberkriminellen versendet, die versuchen, hochriskante Malware zu verbreiten. Normalerweise tarnen sie ihre E-Mails als wichtig, offiziell und so weiter.
Computer sollten regelmäßig mithilfe einer aktuellen Anti-Virus- oder Anti-Spyware-Software auf Bedrohungen gescannt werden. Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.
Starten Sie Ihren Computer im normalen Modus neu. Diese Schritte zu befolgen sollte jegliche Malware von Ihrem Computer entfernen. Beachten Sie, dass für die manuelle Entfernung von Bedrohungen fortgeschrittene Computerkenntnisse erforderlich sind. Wenn Sie nicht über diese Fähigkeiten verfügen, überlassen Sie das Entfernen von Malware Anti-Virus- und Anti-Malware-Programmen.
Diese Schritte funktionieren möglicherweise nicht bei fortgeschrittenen Malware-Infektionen. Wie immer ist es am besten, eine Infektion zu verhindern, als später zu versuchen, Malware zu entfernen. Installieren Sie die neuesten Betriebssystem-Updates und verwenden Sie Anti-Virus-Software, um die Sicherheit Ihres Computers zu gewährleisten.
Um sicherzustellen, dass Ihr Computer frei von Malware-Infektionen ist, empfehlen wir, ihn mit Combo Cleaner Antivirus für Windows zu scannen.
Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
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