Der kostenlose Scanner prüft, ob Ihr Computer infiziert ist.
JETZT ENTFERNENUm das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk.
Welche Art von Malware ist ZenRAT?
ZenRAT ist der Name eines Fernzugriffstrojaner (Remote Access Trojaners -RAT), der mindestens seit dem Sommer 2023 im Umlauf ist. Diese Malware hat die Fähigkeit, Daten zu stehlen und kann Module für zusätzliche Funktionen implementieren. Letzteres bedeutet, dass dieser Trojaner in eine äußerst vielseitige Schadsoftware verwandelt werden kann.
Es wurde beobachtet, dass ZenRAT über eine gefälschte Bitwarden Webseite verbreitet wurde. Es muss betont werden, dass weder die Webseite noch das RAT in irgendeiner Weise mit dem eigentlichen Bitwarden Dienst verbunden sind.

Übersicht über ZenRAT Malware
Die bekannten Varianten von ZenRAT gelangen unter dem Deckmantel von legitimer Software oder in Verbindung mit dieser auf den Rechner. Bei diesem Programm handelt es sich um einen RAT - eine Art von Malware, die Fernzugriff und Kontrolle über infizierte Geräte ermöglicht.
ZenRAT beginnt seine Arbeit mit dem Sammeln von Gerätedaten, z. B. Gerätename, GPU, RAM, OS (Betriebssystem) Version, IP-Adresse (Geo-Standort), installierte Apps und Anti-Virus-Werkzeuge, etc.
Der Trojaner verfügt auch über bestimmte Anti-Analyse-Funktionen. Sie prüft Details, um herauszufinden, ob sie auf einer VM (Virtuelle Maschine) ausgeführt wird. Durch die Prüfung, ob die Systemfestplatte weniger als 95 GB groß ist, versucht ZenRAT möglicherweise zu überprüfen, ob er in einer Sandbox Umgebung gestartet wurde.
Wie bereits in der Einleitung erwähnt, kann ZenRAT durch das Herunterladen/Installieren verschiedener Module zusätzliche Fähigkeiten erwerben. Zum Zeitpunkt der Untersuchung wurde beobachtet, dass er ein Modul zum Stehlen von Anmeldeinformationen und anderen Daten aus Browsern implementiert. Diebstahlprogramm-Komponenten dieser Art zielen in der Regel auf Browser- und Suchmaschinenverläufe, Internet-Cookies, Anmeldedaten (Benutzernamen/Passwörter), persönliche Daten, Kreditkartennummern usw. ab.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass ZenRAT andere Module für zusätzliche Funktionen verwendet. Theoretisch kann modulare Malware Komponenten für nahezu jede Art von Funktion herunterladen/installieren; diese Programme arbeiten jedoch in der Regel innerhalb bestimmter Spezifikationen/Beschränkungen.
Es ist wichtig zu erwähnen, dass Malware-Entwickler ihre Kreationen und Methoden oft verbessern - daher könnten mögliche zukünftige Varianten von ZenRAT andere Fähigkeiten oder Funktionen haben.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Vorhandensein von Schadsoftware wie ZenRAT auf Geräten zu schweren Datenschutzproblemen, finanziellen Einbußen und Identitätsdiebstahl führen kann.
| Name | ZenRAT Fernzugrifftrojaner |
| Art der Bedrohung | Trojaner, Fernverwaltungs-Trojaner (Remote-Access-Trojaner - RAT), passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware. |
| Erkennungsnamen | Avast (Win32:TrojanX-gen [Trj]), Combo Cleaner (Trojan.GenericKD.68617330), Fortinet (PossibleThreat.PALLAS.H), Kaspersky (UDS:Trojan.Win32.GenericML.xnet), Microsoft (Trojan:Win32/Casdet!rfn), vollständige Liste von Erkennungen (VirusTotal) |
| Symptome | Trojaner sind so konzipiert, dass sie sich heimlich und unbemerkt in den Computer des Opfers einschleusen, so dass auf einem infizierten Rechner keine besonderen Symptome zu erkennen sind. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbung, Social Engineering, Software-"Cracks". |
| Schaden | Gestohlene Passwörter und Bankdaten, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wird in ein Botnetz integriert. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Beispiele für Fernzugriffstrojaner
Wir haben zahlreiche Malware-Proben untersucht: ValleyRAT, Aphrobyte Plus, PySilon, Loda und SuperBear sind lediglich einige unserer neuesten Artikel über Fernzugrifftrojaner. Diese Trojaner neigen dazu, unglaublich vielseitig zu sein, aber das kann auch auf andere Malware-Typen zutreffen.
Bösartige Software kann für einen bestimmten, eng begrenzten Zweck entwickelt werden oder eine ganze Reihe von schädlichen Fähigkeiten aufweisen. Unabhängig von der Funktionsweise der Malware bedroht ihr Vorhandensein auf einem System die Integrität des Geräts und die Sicherheit der Benutzer. Daher müssen alle Bedrohungen sofort nach ihrer Entdeckung entfernt werden.
Wie hat ZenRAT meinen Computer infiltriert?
Es wurde festgestellt, dass ZenRAT über eine bösartige Webseite verbreitet wird, die die offizielle Webseite des Bitwarden Passwortmanagers imitiert. Die gefälschte Webseite fälscht auch die URL der ersteren (Typosquatting) und ahmt die Domäne bis auf einen einzigen fehlenden Buchstaben "i" genau nach.
Wenn ein Besucher mit Windows auf diese Seite zugreift und die Download-Option für sein Betriebssystem auswählt, erhält er ein Installationsprogramm für Bitwarden, das mit ZenRAT gebündelt ist. Wählt ein Windows-Benutzer jedoch eine Download-Option für ein anderes Betriebssystem, z. B. MacOS oder Linux, wird er auf die legitime Bitwarden-Webseite weitergeleitet. Und wenn ein Besucher nicht mit Windows arbeitet, ist die angezeigte Seite etwas völlig anderes.
Das bösartige Installationsprogramm, das von der gefälschten Bitwarden-Webseite stammt, trägt den Namen "Bitwarden-Installer-version-2023-7-1.exe" (der Dateiname kann variieren).
Es ist aktuell unbekannt, wie die gefälschte Webseite gefördert wird. In der Regel gelangen Besucher bösartiger Webseiten vor allem durch Techniken des Suchmaschinenvergiftung oder über Weiterleitungen, die durch falsch eingegebene URLs, Webseiten, die unseriöse Werbenetzwerke nutzen, aufdringliche Werbung, Spam-Browser-Benachrichtigungen oder installierte Adware.
Es gibt eine weitere Installationsvariante von ZenRAT, die der VirusTotal Plattform vor der Entdeckung des zuvor beschriebenen Installationsprogramms vorgelegt wurde. Dieses Setup trägt den Namen "CertificateUpdate-version1-102-90" und gibt vor, Speccy zu sein - ein Freeware-Dienstprogramm zur Anzeige von Daten zu Hardware und Software, die auf einem Computer vorhanden ist.
Einige ZenRAT enthaltende Setups behaupten, von Tim Kosse signiert zu sein - ein Entwickler, der für das FileZilla FTP-Programm bekannt ist, unter anderer Software. Die tatsächlichen ausführbaren Dateien von ZenRAT können jedoch unterschiedliche vermeintliche Entwicklerangaben enthalten.
Es ist zu beachten, dass ZenRAT auch mit anderen Techniken oder Tarnungen verbreitet werden könnte. Bösartige Dateien treten in verschiedenen Formaten auf, z.B. Archiven (RAR, ZIP, etc.), ausführbare Dateien (.exe, .run, etc.), Dokumente (Microsoft Office, Microsoft OneNote, PDF, etc.), JavaScript und so weiter. Phishing und Social Engineering sind bei der Verbreitung von Malware unglaublich weit verbreitet.
Zu den am weitesten verbreiteten Verbreitungsmethoden gehören: Online-Betrügereien, bösartige Anhänge oder Links in Spam-E-Mails/Nachrichten, Drive-by-Downloads (heimliche/trügerische Downloads), dubiose Downloadkanäle (z. B. Freeware und kostenlose Filehosting-Webseiten, Peer-to-Peer-Tauschnetzwerke usw.), Malvertising, illegale Software-Aktivierungswerkzeuge ("Cracks") und gefälschte Updates.
Außerdem können sich einige Schadprogramme über lokale Netzwerke und Wechseldatenträger (z. B. USB-Flash-Laufwerke, externe Festplatten usw.) selbst verbreiten.
Wie vermeidet man die Installation von Malware?
Wir empfehlen dringend, Software zu recherchieren und sie nur von offiziellen/überprüften Quellen herunterzuladen. Außerdem müssen alle Programme mit legitimen Funktionen/Werkzeugen aktiviert und aktualisiert werden, da die von Dritten bezogenen Programme Malware enthalten können.
Eine weitere Empfehlung lautet, bei eingehenden E-Mails, DN/PN, SMS und anderen Nachrichten vorsichtig zu sein. Anhänge oder Links, die in verdächtigen/irrelevanten E-Mails enthalten sind, dürfen nicht geöffnet werden, da sie infektiös sein können. Deshalb raten wir auch zur Wachsamkeit beim Surfen, da betrügerische und bösartige Online-Inhalte meist echt und harmlos erscheinen.
Wir müssen betonen, wie wichtig es ist, ein zuverlässiges Antivirenprogramm zu installieren und auf dem neuesten Stand zu halten. Sicherheitssoftware muss verwendet werden, um regelmäßige Systemscans durchzuführen und Bedrohungen und Probleme zu beseitigen. Wenn Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu entfernen.
Screenshot der gefälschten Bitwarden-Webseite, die zur Verbreitung der ZenRAT-Malware verwendet wird:

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mein Computer ist mit ZenRAT Malware infiziert. Sollte ich mein Speichermedium formatieren, um sie loszuwerden?
Die meisten bösartigen Programme können ohne Formatierung entfernt werden.
Was sind die größten Probleme, die ZenRAT-Malware verursachen kann?
Die Bedrohungen hängen von den Funktionen der Malware und der Vorgehensweise der Cyberkriminellen ab. ZenRAT ist ein RAT - ein Programm, das den Fernzugriff und die Fernsteuerung von Geräten ermöglicht und über Funktionen zum Datendiebstahl verfügt. Im Allgemeinen können solche Infektionen zu schwerwiegenden Datenschutzproblemen, finanziellen Einbußen und Identitätsdiebstahl führen.
Was ist der Zweck von ZenRAT Malware?
Malware wird typischerweise eingesetzt, um Einnahmen zu erzielen. Cyberkriminelle können diese Software jedoch auch nutzen, um sich zu amüsieren, persönlichen Groll auszuleben, Prozesse zu stören (z. B. Seiten, Dienste, Unternehmen usw.) und sogar politisch/geopolitisch motivierte Angriffe zu starten.
Wie hat ZenRAT Malware meinen Computer infiltriert?
Es wurde beobachtet, dass ZenRAT über eine gefälschte Bitwarden Webseite verbreitet wurde. Andere Verbreitungsmethoden sind jedoch nicht wahrscheinlich.
Malware wird hauptsächlich durch Drive-by-Downloads, Spam-Mails, Online-Betrügereien, Malvertising, nicht vertrauenswürdige Download-Quellen (z. B. Freeware- und Drittanbieter-Webseiten, Peer-to-Peer-Tauschnetzwerke usw.), illegale Software-Aktivierungswerkzeuge ("Cracking") und gefälschte Updates verbreitet. Einige bösartige Programme können sich sogar selbst über lokale Netzwerke und Wechseldatenträger verbreiten.
Wird Combo Cleaner mich vor Malware schützen?
Ja, Combo Cleaner ist in der Lage, fast alle bekannten Malware-Infektionen zu erkennen und zu beseitigen. Da sich ausgeklügelte bösartige Programme in der Regel tief im System verstecken, muss erwähnt werden, dass ein vollständiger Systemscan unerlässlich ist.
Teilen:
Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
Das Sicherheitsportal PCrisk wird von der Firma RCS LT bereitgestellt.
Gemeinsam klären Sicherheitsforscher Computerbenutzer über die neuesten Online-Sicherheitsbedrohungen auf. Weitere Informationen über das Unternehmen RCS LT.
Unsere Anleitungen zur Entfernung von Malware sind kostenlos. Wenn Sie uns jedoch unterstützen möchten, können Sie uns eine Spende schicken.
SpendenDas Sicherheitsportal PCrisk wird von der Firma RCS LT bereitgestellt.
Gemeinsam klären Sicherheitsforscher Computerbenutzer über die neuesten Online-Sicherheitsbedrohungen auf. Weitere Informationen über das Unternehmen RCS LT.
Unsere Anleitungen zur Entfernung von Malware sind kostenlos. Wenn Sie uns jedoch unterstützen möchten, können Sie uns eine Spende schicken.
Spenden
▼ Diskussion einblenden