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Was ist ein trojanisierter Tor-Browser?
Tor ist der Name eines seriösen internetbrowsers, der es Benutzern erlaubt, mit soviel Privatsphäre wie möglich durch das Internet zu surfen, es gibt jedoch eine trojanisierte Version, die von Cyberkriminellen entwickelt wurde, um Kryptowährung zu stehlen. Diese bösartige Version basiert auf einer offiziellen Version des Tor-Browsers (7.5) und ist ihr sehr ähnlich.
Cyberkriminelle verbreiten sie mithilfe von zwei inoffiziellen Download-Webseiten: torpoect[.]org und tor-browser[.]org. Personen, die Tor, der von diesen Webseiten heruntergeladen wurde, installieren, installieren eine trojanisierte Version. Wir raten dringend davon ab, diese Version zu verwenden - deinstallieren sie sie unverzüglich.

Mehr über den trojanisierten Tor-Browser
Die Adresse der offizellen Tor-Downloadseite ist torproject[.]org, die jener der troanisierten Version sehr ähnlich ist (torpoect[.]org). Sobald geöffnet, informiert die schurkische Webseite Personen darüber, dass ihr Tor-Browser veraltet ist, selbst dann, wenn er es nicht ist. Diese Seite leitet auf tor-browser[.]org weiter.
Sowohl torpoect[.]org als auch tor-browser[.]org behaupten, dass sie den offiziellen Tor-Browser mit einem Interface auf Russisch verbreiten. Untersuchungen zeigen, dass diese Webseiten auf verschiedenen russischen Foren in Bezug auf Internet-Privatsphäre, Darknet-Marktplätze, Kryptowährungen und so weiter gefördert wurden.
Diese trojanisierte Version hindert Benutzer daran, sie zu aktualisieren, da jedes Update eines auf eine seriöse Version von Tor zur Folge hätte (und Kriminelle daher nicht länger in der Lage sein würden, ihn zu missbrauchen). Der trojanisierte Tor-Browser injiziert verschiedene Inhalte und Scripts in jede besuchte Webseite. Er führt dies mithilfe eines Command & Control (C&C)-Servers durch.
Diese Scripts können besuchte Webseiteninhalte modifizieren und verwendet werden, um Daten von Formularen zu stehlen, ursprüngliche Inhalte zu verstecken, neue Inhalte hinzuzufügen, gefälschte Nachrichten anzuzeigen und so weiter. Cyberkriminelle verwenden den trojanisierten Browser hauptsächlich dafür, Kryptowährung zu stehlen, indem sie Wallet-Adressen in jene ändern, die ihnen gehören.
Auf diese Weise können Benutzer unbeabsichtigt Kryptowährung an Cyberkriminelle überweisen. Zusammengefasst kann gesagt werden, dass die meisten Personen, die diese trojanisierte Version verwenden, um Kryptowährungstransaktionen zu tätigen, finanzielle Verluste erleiden, indem sie Kryptowährung an Cyberkriminelle versenden. Zum Zeitpunkt der Untersuchungen hatten die Entwickler dieser trojanisierten Version bereits über 40.000 $ in Bitcoins gestohlen.
| Name | Bösartiger Tor-Browser |
| Art der Bedrohung | Trojaner, passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware. |
| Erkennungsnamen | DrWeb (JS.Stealer.21), GData (Script.Trojan.FakeTor.B), ESET-NOD32 (JS/Agent.OBW), Kaspersky (Trojan.Script.Agent.bi), vollständige Liste (VirusTotal). |
| Nutzlast | Trojanisierter Browser injiziert ein Script, das Inhalte auf besuchten Webseiten abändern kann. |
| Symptome | Trojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar. |
| Verbreitungsmethoden | Inoffizielle Tor-Download-Webseiten, infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks". |
| Schaden | Verlust von Kryptowährung. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Similar programs in general
There are many programs and websites that may seem official but are actually used for various malicious purposes. Cyber criminals use them to generate revenue in a number of ways.
Typically, they steal personal details (including logins, passwords), use them to proliferate other malware (Trojans, ransomware, etc.), and perform other actions that cause victims problems relating to privacy, browsing safety, finances, data loss, and so on.
Wie hat ein trojanisierter Tor-Browser meinen Computer infiltriert?
Dieser trojanisierte Tor-Browser wird über die Webseiten torproject[.]org und tor-browser[.]org verbreitet, die auf verschiedenen russischen Foren gefördert werden. Downloaden Sie keinerlei Software von inoffiziellen Webseiten, mithilfe von Peer-to-Peer-Netzwerken wie Torrent Clients, eMule, Downloadprogrammen Dritter oder anderen Quellen dieser Art.
Cyberkriminelle verwenden diese Quellen/Werkzeuge häufig, um bösartige Software zu verbreiten. Sie präsentieren sie als seriös, offiziell und so weiter. Sobald eine bösartige Datei heruntergeladen und geöffnet wird, infiziert sie den Computer mit hochriskanter Malware. In diesem Fall installieren Benutzer einen troajnisierten Tor-Webbrowser.
Bösartige Programme werden außerdem mithilfe von Spam-Kampagnen, Trojanern und inoffiziellen Software-Aktualisierungs- und Aktivierungswerkzeugen verbreitet. Cyberkriminelle verbreiten Malware häufig, indem sie bösartige Dateien über E-Mails versenden. Normalerweise hängen sie Microsoft Office-, PDF-Dokumente, JavaScript-Dateien, Archive wie ZIP, RAR, ausführbare Dateien wie .exe und so weiter an.
Malware wird dann installiert, wenn Empfänger diese Dateien herunterladen und öffnen. Trojaner sind bösartige Programme, die nur dann Schaden anrichten können, wenn sie bereits installiert sind. Sie installieren dann andere Malware. Gefälschte Aktualisierungsprogramme infizieren Systeme, indem sie bösartige Software installieren, anstatt installierte Programme zu aktualisieren oder indem sie Bugs/Fehler veralteter Software ausnutzen, die auf dem Betriebssystem installiert ist.
Inoffizielle Aktivierungswerkzeuge sind Programme, die kostenpflichtige (lizensierte) Software angeblich kostenlos aktivieren, jedoch aktivieren sie häufig keinerlei Software und installieren schlicht Malware.
Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?
Der beste Weg, Dateien und/oder Programme herunterzuladen, ist die Verwendung von offiziellen Webseiten und direkten Download-Links. Keiner der oben genannten Quellen kann vertraut werden. E-Mails, die von unbekannten/verdächtigen Adressen empfangen wurden, sollte nicht vertraut werden, insbesondere dann, wenn sie einen Anhang enthalten.
Öffnen Sie keine Anhänge, die in solchen E-Mails präsentiert werden, ohne sicher zu sein, dass dies sicher ist. Aktualisieren Sie jegliche installierte Software mithilfe von eingebauten Funktionen oder Werkzeugen, die von offiziellen Software-Entwicklern zur Verfügung gestellt werden. Andere (inoffizielle) Aktualisierungsprogramme können verwendet werden, um Malware zu verbreiten. Gleiches gilt für die Aktivierung von Software.
Verwenden Sie keine inoffiziellen (“Cracking“-) Werkzeuge - jene sind illegal und führen häufig zur Installation von bösartiger Software. Sie sollten eine namhafte Anti-Virus- oder Anti-Spyware-Suite installiert haben und das Betriebssystem regelmäßig mit ihr scannen. Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.
Eine weitere Downloadseite (tor-browser[.]org) eines trojanisierten Tor-Browsers:

Installationsprogramm des trojanisierten Tor-Browsers:

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ich habe einen trojanisierten Tor-Internetbrowser heruntergeladen und installiert, soll ich mein Speichergerät formatieren, um ihn loszuwerden?
Nein, dieser Browser kann mithilfe von Antivirus-Software oder manuell entfernt werden.
Was sind die größten Probleme, die Malware verursachen kann?
Malware kann entwickelt werden, um sensible Informationen (z.B. Kreditkartendaten, Login-Informationen, Sozialversicherungsnummern usw.) zu stehlen, Kryptowährung zu minen, Computer Botnets hinzuzufügen, zusätzliche Malware zu injizieren und mehr.
Worin besteht der Zweck eines trojanisierten Tor-Browser?
Dieser Browser injiziert verschiedene Inhalte und verschiedene Scripts in Seiten, die mit ihm geöffnet werden. Injizierte Scripts können besuchte Seiten modifizieren. Modifizierte Webseiten können verwendet werden, um Daten von Formularen zu stehlen, Inhalte hinzuzufügen oder zu verbergen, gefälschte Nachrichten anzuzeigen und so weiter. Es ist bekannt, dass dieser trojanisierte Browser hauptsächlich dafür verwendet wird, Kryptowährung zu stehlen (indem Krypto-Wallets ausgetauscht werden).
Wie habe ich einen trojanisierten Tor-Webbrowser installiert?
Der trojanisierte Tor-Browser wird auf torpoect[.]org und tor-browser[.]org (und möglicherweise anderen) Seiten verbreitet. Diese Seiten werden auf verschiedenen russischen Foren gefördert. Benutzer installieren sie, nachdem sie ein Installationsprogramm verwendet haben, das von diesen Seiten heruntergeladen wurde.
Wird Combo Cleaner mich vor Malware schützen?
Ja, Combo Cleaner kann fast alle bekannten Arten von Malware erkennen und entfernen. High-End-Malware versteckt sich normalerweise tief im Betriebssystem. Daher müssen Computer mithilfe eines vollständigen Scans gescannt werden, um High-End-Malware zu entfernen.
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
Das Sicherheitsportal PCrisk wird von der Firma RCS LT bereitgestellt.
Gemeinsam klären Sicherheitsforscher Computerbenutzer über die neuesten Online-Sicherheitsbedrohungen auf. Weitere Informationen über das Unternehmen RCS LT.
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