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Welche Art von Malware ist Warzone?
Warzone ist ein Fernzugriff-Trojaner (Remote Access-Trojaner, RAT), den Cyberkriminelle verwenden, um aus der Ferne auf die Computer der Opfer zuzugreifen. Dieser Trojaner wird mithilfe einer öffentlichen Webseite gefördert und kann daher von jedermann heruntergeladen und verwendet werden.
Normalerweise versuchen Cyberkriminelle, Personen dazu zu verleiten, diese Programme zu installieren und verwenden sie dann, um verschiedene persönliche Informationen zu stehlen, die verwendet werden könnten, um auf verschiedene Arten Einnahmen zu generieren.

Mehr über den RAT Warzone
Der Code von Warzone wurde in der Programmiersprache C++ geschrieben. Dieser RAT ist unabhängig von .NET Framework und steuert Computer über das VNC-Modul. Warzone verwendet das HRDP-Modell, das es ihm ermöglicht, sich ohne das Wissen der Opfer bei Computern (Windows-Konten) einzuloggen. Darüber hinaus ermöglicht dieses Modell Cyberkriminellen, die UAC (User Account Control)-Sicherheit zu umgehen.
Das heißt, sie können das System mit Administratorrechten steuern. Diese Funktion funktioniert auf den Windows-Versionen 7 bis 10. Warzone kann verwendet werden, um auf die Webcam des Opfers zuzugreifen und Passwörter von den Browsern Google Chrome, Mozilla Firefox, Internet Explorer, Edge und den E-Mail-Clients Outlook, Thunderbird und Foxmail zu stehlen.
Darüber hinaus können Cyberkriminelle diesen Trojaner verwenden, um verschiedene Dateien herunterzuladen und hochzuladen, auszuführen und zu löschen. Er enthält auch eine Key-Logging-Funktion (Live-Key-Logger), die jede gedrückte Taste aufzeichnet, auch dann, wenn sie offline ist.
Cyberkriminelle können ihn auch verwenden, um Befehle an die CMD (Command Prompt) des infizierten Computers zu senden, Prozesse über den Task-Manager anzuzeigen und zu beenden/abzubrechen und mithilfe der IP-Adresse des Computers im Internet zu surfen. Dies ist ein leistungsstarkes Fernzugriffswerkzeug, das verwendet werden kann, um ernsthafte Schäden zu verursachen.
Es könnte verwendet werden, um Passwörter, Logins verschiedener Konten (einschließlich Bankkonten) zu stehlen, um Malware (d.h. Ransomware) zu installieren, die zu Datenverlust oder anderen Problemen führen könnte, um mithilfe der Webcam Videos aufzunehmen und sie dann zu verwenden, um Personen zu erpressen und so weiter.
Im Wesentlichen wird Warzone verwendet, um Daten/Details zu stehlen, die zur Generierung von Einnahmen verwendet werden könnten. Daher werden Personen, die Warzone installiert haben, wahrscheinlich finanzielle Verluste, Datenschutzprobleme erleiden und ihre Computer werden mit anderer Malware infiziert und unter einer Reihe anderer, schwerwiegender Probleme leiden.
| Name | Warzone Fernzugrifftrojaner |
| Art der Bedrohung | Trojaner, passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware |
| Erkennungsnamen | Avast (Win32:Malware-gen), BitDefender (Gen:Variant.Graftor.527299), ESET-NOD32 (eine Variante von Win32/Agent.TJS), Kaspersky (Trojan.Win32.Agentb.jiad), vollständige Liste (VirusTotal) |
| Symptome | Trojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-Cracks. |
| Schaden | Gestohlene Bankdaten, Passwörter, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wird einem Botnet hinzugefügt. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
RATs im Allgemeinen
Eine Reihe von RATs ist verfügbar, aber auch seriöse können für bösartige Zwecke verwendet werden. Einige Beispiele für andere, ähnliche Werkzeuge sind Bandook, CrossRAT und Atilla Stealer. Normalerweise verbreiten Cyberkriminelle RATs (verleiten Personen dazu, sie zu installieren), um persönliche, sensible Daten/Informationen zu stehlen.
Wenn es Grund zu der Annahme gibt, dass Ihr Computer mit Software dieser Art infiziert ist, dann deinstallieren Sie sie sofort.
Wie hat Warzone meinen Computer infiltriert?
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese Programme zu verbreiten. Im Allgemeinen verleiten Cyberkriminelle Personen dazu, sie durch Spam-E-Mail-Kampagnen, gefälschte Software-Aktualisierungsprogramme, Software-Aktivierungswerkzeuge Dritter, nicht vertrauenswürdige Software-Download-Quellen und Trojaner-artige Programme herunterzuladen und zu installieren. Spam-Kampagnen können verwendet werden, um bösartige Programme durch E-Mail-Anhänge zu verbreiten.
Wie beispielsweise bösartige Microsoft Office-Dokumente, PDF-Dokumente, Archivdateien (ZIP, RAR und so weiter), ausführbare Dateien (wie .exe) oder JavaScript-Dateien und andere. Wenn Personen (E-Mail-Empfänger) diese Anhänge öffnen, erteilen sie die Erlaubnis, dass bösartige Software heruntergeladen und installiert werden kann.
Gefälschte (inoffizielle) Software-Aktualisierungsprogramme können verwendet werden, um Bugs, Fehler veralteter Software auszunutzen. In anderen Fällen laden diese Werkhzeuge schlicht Malware herunter und installieren sie, anstelle von Fixes oder Updates. Inoffizielle Aktivierungs- ("Cracking")-Werkzeuge infizieren Computer auf ähnliche Weise.
Diese Werkzeuge werden als Programme gefördert, die es Benutzern angeblich ermöglichen, lizenzierte Software kostenlos zu aktivieren, jedoch downloaden und installieren sie stattdessen häufig Viren/Malware. Eine weitere Möglichkeit, bösartige Dateien/Programme zu verbreiten, besteht darin, zweifelhafte Software-Download-Quellen zu verwenden.
Beispielsweise Peer-to-Peer-Netzwerke (eMule, Torrent Clients usw.), kostenlose File-Hosting- und Freeware-Download-Webseiten, Downloadprogramme Dritter und andere, ähnliche Quellen. Diese Kanäle werden verwendet, um bösartige Dateien als seriös darzustellen. Wenn bösartige Dateien heruntergeladen und geöffnet werden, infizieren sie Computer leider mit hochriskanter Malware.
Trojaner sind Programme, die Ketteninfektionen verursachen - falls installiert, verbreiten sie andere Viren, um Schaden anzurichten, müssen diese Programme jedoch bereits installiert sein.
Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?
Öffnen Sie keine Anhänge oder Weblinks, die in E-Mails präsent sind, die von unbekannten, verdächtigen Adressen empfangen wurden. Beachten Sie, dass diese E-Mails normalerweise als offiziell, wichtig und so weiter dargestellt werden, aber ihnen sollte nicht vertraut werden. Aktualisieren Sie installierte Software ausschließlich mithilfe von eingebauten Funktionen oder Werkzeugen, die von offiziellen Softwareentwicklern bereitgestellt wurden und nicht mithilfe anderer Aktualisierungsprogramme Dritter.
Laden Sie keine Software oder Dateien von nicht vertrauenswürdigen, inoffiziellen Webseiten und mithilfe von Downloadprogrammen Dritter oder anderen zweifelhaften Quellen herunter. Die einzigen sicheren Kanäle sind offizielle Websites. Installierte, kostenpflichtige Software sollte ordnungsgemäß aktiviert werden. Aktivierungs-/Cracking-Werkzeuge Dritter sind illegal und downloaden und installieren häufig Malware.
Alle Computer sind sicherer, wenn seriöse Antivirus- oder Anti-Spyware-Software installiert ist. Lassen Sie diese Programme jederzeit aktiviert und scannen Sie die Systeme regelmäßig auf Viren. Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.
Screenshot einer Website, die verwendet wird, um Warzone zu fördern:

Beispiel für eine Spam-E-Mail, die verwendet wird, um ein bösartiges MS Excel-Dokument zu verbreiten, das entwickelt wurde, um den RAT Warzone in das System zu injizieren:

Der darin dargestellte Text:
Subject: Wholesale Price List
Hi.
We will need you to list pricing for each item or bundled package in $Usd , fob , #-totals of each avail for immediate sales and shipping?
Our 50-plus retail locations are Also always looking for Surplus inventories and in-stock inventories available at discounted pricing to buy all items you have?
Please use the attached quote form and list ANY/ALL items you have in-stock inventories & also Surplus inventories and other items that are ready to ship' if Applicable for any of your Factories items'
If any / all Items need to be Manufactured - please include all info-specs - pics and $ usd , fob , min-moq needed per items , style , color and any other needed info for Director to review to determine whether we want to carry in our retail locations in North America.
For confidential reasons you need to Enable content in the xls file for perfect viewing and not comparable with WPS sorry only Microsoft excel.
Thanks we appreciate all your efforts and hard-work in this matter
Screenshot des bösartigen Anhangs:

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
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Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Mein Computer ist mit mit der Malware Warzone infiziert, soll ich mein Speichergerät formatieren, um sie loszuwerden?
Nein, Warzone kann entfernt werden, ohne das Speichergerät zu formatieren. Sie kann entfernt werden, indem Sie die oben in unserer Entfernungsanleitung beschriebenen Schritte ausführen.
Was sind die größten Probleme, die Malware verursachen kann?
In den meisten Fällen verursacht ein mit Malware infizierter Computer Probleme wie Identitätsdiebstahl, finanzielle Verluste, die Verschlüsselung von Daten, zusätzliche Computerinfektionen und (oder) eine schlechte Computerleistung.
Worin besteht der Zweck der Malware Warzone?
Dies ist ein Remote Acces-Trojaner, der Passwörter von den Browsern Google Chrome, Mozilla Firefox, Internet Explorer, Edge und den E-Mail-Clients Outlook, Thunderbird und Foxmail stiehlt. Außerdem kann sie verwendet werden, um verschiedene Dateien herunterzuladen und hochzuladen, sie auszuführen und zu löschen, Tastenanschläge zu protokollieren (Tastatureingaben aufzuzeichnen), Befehle über die Eingabeaufforderung auszuführen und Prozesse im Task-Manager anzuzeigen und zu beenden.
Wie hat eine Malware meinen Computer infiltriert?
Es ist bekannt, dass der RAT Warzone über E-Mails verbreitet wird. Cyberkriminelle versenden E-Mails mit bösartigen Anhängen, um Empfänger dazu zu verleiten, ihre Computer mit Warzone zu infizieren. In anderen Fällen wird Malware über Webseiten verbreitet, auf welchen gecrackte/raubkopierte Software, gefälschte Installationsprogramme, P2P-Netzwerke, Torrent-Seiten und so weiter gehostet werden.
Wird Combo Cleaner mich vor Malware schützen?
Ja, Combo Cleaner kann fast alle bekannten Arten von Malware erkennen und entfernen. High-End-Malware kann sich tief im Betriebssystem verstecken. Daher ist das Ausführen eines vollständigen Systemscans ein Muss, um Malware dieser Art zu erkennen und zu entfernen.
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
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