So entfernt man STRRAT Malware

Trojaner

Auch bekannt als: STRRAT Fernverwaltungstrojaner

(aktualisiert)

Schadenshöhe:

Der kostenlose Scanner prüft, ob Ihr Computer infiziert ist.

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Was ist STRRAT?

STRRAT ist ein Fernverwaltungstrojaner (Remote Administration-Trojaner (RAT)), der in er Lage ist, Anmeldedaten, die in Browsern und E-Mail-Clients gespeichert sind, zu stehlen, Tastenanschläge aufzuzeichnen und Windows-Betriebssysteme fernzusteuern. STRRAT enthält auch ein Ransomware-Modul, das in der Lage ist, Dateien, die auf den Computern der Opfer gespeichert sind, unzugänglich zu machen.

STRRAT Malware

Cyberkriminelle können die Malware STRRAT verwenden, um in Webbrowsern und E-Mail-Clients wie Mozilla Firefox, Internet Explorer, Google Chrome, Foxmail, Microsoft Outlook und Mozilla Thunderbird gespeicherte Anmeldeinformationen zu stehlen. Sie können diesen RAT verwenden, um verschiedene Konten zu stehlen und sie für bösartige Zwecke zu missbrauchen.

Zum Beispiel um betrügerische Einkäufe und Transaktionen zu tätigen, Malspam und andere Spam-Kampagnen zu verbreiten, andere Benutzer dazu zu verleiten, Finanztransaktionen durchzuführen usw. Die Keylogging-Funktion von STRRAT kann für mehr oder weniger identische Zwecke verwendet werden: Sie ermöglicht es Cyberkriminellen, gedrückte Tasten aufzuzeichnen und Informationen wie eingegebene E-Mail-Adressen, Benutzernamen, Passwörter, Kreditkartendaten und andere sensible Informationen zu sammeln.

Darüber hinaus ermöglicht STRRAT, wie bei der meisten Malware dieser Art, es den verantwortlichen Cyberkriminellen, infizierte Maschinen/Computer fernzusteuern. Untersuchungen zeigen, dass dieser RAT verwendet werden kann, um Befehle auszuführen, die es ihm erlauben, den Computer neuzustarten und herunterfahren, Dateien hoch-, herunterzuladen, zu löschen und zu öffnen (auszuführen) und verschiedene andere Aktionen durchzuführen Auf diese Weise können Cyberkriminelle es verwenden, um eine Installation von zusätzlicher Malware zu verursachen.

Zum Beispiel Ransomware, andere Trojaner-artige Malware und Kryptowährung-Miner. Wie bereits erwähnt, enthält STRRAT ein Ransomware-Modul, das verwendet werden kann, um Dateien unzugänglich zu machen (indem die Erweiterungen in ".crimson" abgeändert werden) und eine Lösegeld-Nachricht zu erstellen. Beachten Sie, dass er Dateien nicht verschlüsselt - er benennt sie einfach um, sodass Opfer sie nicht mithilfe eines Doppelklicks öffnen können. Dieses Problem kann behoben werden, indem die angehängte Erweiterung entfernt/in die ursprüngliche Erweiterung abgeändert wird.

Zusammenfassung der Bedrohung:
Name STRRAT Fernverwaltungstrojaner
Art der Bedrohung Trojaner, Passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware.
Erkennungsnamen (NEW ORDER.jar) Avast (Java:Malware-gen [Trj]), BitDefender (Trojan.GenericKD.43308841), ESET-NOD32 (VBS/TrojanDropper.Agent.OIY), Kaspersky (HEUR:Trojan-Downloader.VBS.SLoad.gen), vollständige Liste (VirusTotal)
Nutzlast Dieser RAT kann verwendet werden, um eine Vielzahl an bösartigen Programmen zu installieren.
Symptome Remote Administration-Trojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar.
Verbreitungsmethoden Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks".
Schaden Gestohlene Passwörter und Bankdaten, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wurde einem Botnetz hinzugefügt.
Malware-Entfernung (Windows)

Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner.

Combo Cleaner herunterladen

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Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Benutzer, auf deren Computern STRRAT-Malware installiert ist, Opfer von Identitätsdiebstahl werden, den Zugriff auf verschiedene persönliche Konten verlieren, finanzielle Verluste, Probleme bezüglich der Online-Privatsphäre, Surfsicherheit erleiden, ihre Systeme mit anderer Malware infiziert werden können können und so weiter. Wenn Grund zu der Annahme besteht, dass diese Malware installiert ist, sollten Sie sie daher sofort entfernen.

Einige Beispiele für andere RATs beinhalten Bozok, DarkTrack und EpicSplit.

Wie hat STRRAT meinen Computer infiltriert?

Untersuchungen zeigen, dass Cyberkriminelle versuchen, Benutzer dazu zu verleiten, STRRAT über Malspam auf ihren Computern zu installieren. D.h. indem sie E-Mails versenden, die einen bösartigen Anhang namens "NEW ORDER.jar" enthalten.

Falls ausgeführt, startet diese Datei eine Infektionskette, die mit der Installation des STRRAT-Remote Access-Trojaners endet. Weitere Beispiele für Dateien, die Cyberkriminelle ihren E-Mails anhängen, sind bösartige Microsoft Office-Dokumente, JavaScript-Dateien, ausführbare Dateien (.exe), Archivdateien (ZIP, RAR) und PDF-Dokumente. Die angehängten Dateien können nur dann Schaden anrichten, wenn Empfänger sie öffnen.

Anstatt bösartige Dateien ihren E-Mails direkt anzuhängen, versenden Cyberkriminelle außerdem E-Mails, die Webseiten-Links enthalten - diese laden die bösartigen Dateien herunter. Beachten Sie, dass es den Kriminellen häufig gelingt, Benutzer zum Öffnen bösartiger Dateien zu verleiten, indem sie ihre E-Mails einfach als offiziell, wichtig und seriös tarnen.

Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?

Öffnen oder vertrauen Sie keine/n Dateien oder Webseiten-Links in irrelevanten E-Mails, insbesondere dann, wenn die E-Mails von unbekannten, verdächtigen Adressen aus versendet werden. Software und Dateien sollten ausschließlich von offiziellen Webseiten und über direkte Links heruntergeladen werden.

Andere Kanäle (wie Downloadprogramme Dritter, Peer-to-Peer-Netzwerke, inoffizielle Webseiten, kostenlose File-Hosting-Seiten usw.) werden häufig verwendet, um Malware zu verbreiten. Gleiches gilt für Installationsprogramme Dritter.

Installierte Software darf ausschließlich mithilfe von Werkzeugen/Funktionen aktualisiert und aktiviert werden, die von offiziellen Softwareentwicklern entwickelt wurde. Inoffizielle Werkzeuge Dritter infizieren häufig Computer mit bösartigen Programmen.

Außerdem ist es illegal, lizensierte Software mithilfe von "Cracking"-Werkzeugen zu aktivieren. Auf Betriebssystemen/Computern sollte namhafte Anti-Virus oder Anti-Spyware installiert sein.

Ihnen wird empfohlen, Ihren Computer regelmäßig auf Bedrohungen zu scannen. Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.

E-Mail, die verwendet wird, um STRRAT (über den Anhang "NEW ORDER.jar") zu verbreiten:

Spam E-Mail verbreitet STRRAT Malware

Andere Beispiele, die verwendet werden, um STRRAT über bösartige PDF-Dateien zu verbreiten;

Beispiel 1:

Spam E-Mail verbreitet STRRAT Malware (2021-05-20 - Beispiel 1)

Der darin dargestellte Text:

Subject: Outgoing Payments


Dear Supplier,

Please find attached Outgoing Payments 18610.

In case there is any discrepancy please notify us immediately.

Accounts Payable Department

CONFIDENTIALITY AND DISCLAIMER NOTICE:
This email contains proprietary information which may be legally privileged. It is for intended recipient only. If an addressing or transmission error has misdirected this email, please notify the author by replying to this email. If you are not the intended recipient you must not use, disclose, distribute, copy, print, or rely on this email and delete all copies. ************ is a private company limited by shares.

Beispiel 2:

Spam E-Mail verbreitet STRRAT Malware (2021-05-20 - Beispiel 2)

Der darin dargestellte Text:

Subject: PL-REM-40310EMEA02 (0085)

Dear Supplier,

We are pleased to inform you that your payment has been released as per attached payment advice.

Please verify payment adjustments shown in advice. In case there is any discrepancy please notify us immediately.

Accounts Payable Department


Disclaimer: Information in this message is confidential and may be legally privileged. It is intended solely for the person to whom it is addressed. If you are not the intended recipient, you must neither take any action based upon its contents nor copy or show it to anyone. Please notify the sender, and delete the message and any other record of it from your system immediately. Unless expressly stated, this email is not intended to create any contractual relationship. If this email is not sent in the course of the sender's employment or fulfilment of his/her duties to

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?

Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.

Benötigte Tools
Combo Cleaner Antivirus 7 Tage kostenlos testen
Empfohlener primärer Scanner. VB100-zertifiziert. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Microsoft Defender Offline Kostenlos · integriert
In Windows integriert. Startet in einer sauberen Umgebung, um Rootkits zu erkennen.
Von Microsoft Sysinternals. Besser als der Task-Manager - zeigt vollständige Pfade und Signaturen an.
Autoruns Kostenlos
Von Microsoft Sysinternals. Listet alle Orte auf, an denen sich Malware auf Ihrem System festsetzen kann.
Offizieller On-Demand-Scanner von Microsoft. Stets aktuelle Signaturen - läuft nach 10 Tagen ab.
Phase 1~ 5 Min.
Eindämmen - den Schaden begrenzen

1

Vom Netzwerk trennen

30 Sek.Kein Tool erforderlich

Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.

Warum das wichtig ist

Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.

2

Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten

3 Min.

Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.

Windows 11

Öffnen Sie Einstellungen → System → Wiederherstellung. Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.

Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.

Windows 11 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Windows 10

Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie F5.

Windows 10 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten - im Bildschirm Starteinstellungen F5 drücken
Windows 8

Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.

Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Windows 7

Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.

Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Phase 2~ 15 Min.
Identifizieren - finden, was sich versteckt

3

Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen

Tool: Process Explorer5 Min.

Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf Options → Verify Image Signatures und View → Lower Pane View → DLLs.

Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.

Warum nicht einfach der Task-Manager

Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.

Process Explorer mit einem verdächtigen unsignierten Prozess, der aus %AppData% ausgeführt wird
4

Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen

Tool: Autoruns 14.x10 Min.

Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.

Öffnen Sie im Menü Options → Hide Microsoft Entries und Options → Hide Empty Locations und klicken Sie dann auf Refresh.

Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:

  • Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
  • Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
  • Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
  • WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
  • Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
  • AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
  • Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Profi-Tipp

Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.

Autoruns 14.x mit aktivierter Option Hide Microsoft Entries und den Registerkarten Logon und Scheduled Tasks
5

Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen

3 Min.In Windows integriert

Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.

Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.

DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann Einstellungen → Netzwerk und Internet → [Ihr Adapter] → DNS-Serverzuweisung und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.

Warum das wichtig ist

Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.

Phase 3~ 60-90 Min.
Entfernen - drei Scans, eine Bereinigung

Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.

6

Microsoft Defender Offline ausführen

Tool: In Windows integriert15 Min.

Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Scanoptionen. Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.

Warum dies zuerst kommt

Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.

Empfohlenes Antivirenprogramm
Combo Cleaner

VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.

Combo Cleaner herunterladen
7

Vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen

Tool: Combo Cleaner20-40 Min.

Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.

Ergebnisse des vollständigen Scans von Combo Cleaner mit erkannten Bedrohungen
8

Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen

Tool: Microsoft Safety Scanner15 Min.

Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.

Warum ein zweiter Scan

Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.

9

Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen

Tool: Autoruns10 Min.

Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.

Wichtig

Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).

Phase 4~ 15 Min.
Wiederherstellen - Browser und Sicherheit wiederherstellen

10

Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen

5 Min.

Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.

  • Chrome: Rufen Sie chrome://settings/reset auf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dann chrome://settings/content/notifications auf und entfernen Sie alle unbekannten Websites.
  • Edge: Rufen Sie edge://settings/reset auf. Prüfen Sie dann edge://settings/content/notifications.
  • Firefox: Öffnen Sie about:support und klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.

Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.

11

Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren

10 Min.

Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Einstellungen verwalten und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.

Führen Sie anschließend Windows Update aus (Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen) und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.

Phase 5~ 15 Min. + 7 Tage
Überprüfen & absichern

12

Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern

20 Min.⚠ Kritisch

Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.

Empfohlene Reihenfolge:

  1. Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
  2. Bank- und Finanzkonten
  3. Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
  4. Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten

Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.

13

Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen

5 Min. + 1 Woche Überwachung

Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.

Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.

Überprüfung der Malware-Entfernung auf der Registerkarte Autostart-Apps im Task-Manager von Windows 11

Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten

Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:

  • Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
  • Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
  • Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
  • Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind

Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über Einstellungen → System → Wiederherstellung → Diesen PC zurücksetzen → Alles entfernen → Cloud-Download neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.

Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.

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Tomas Meskauskas

Tomas Meskauskas

Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst

Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.

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Das Sicherheitsportal PCrisk wird von der Firma RCS LT bereitgestellt.

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