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Was ist der Bizarro Trojaner?
Bizarro ist der Name eines Banking-Trojaners. Diese Art von Malware wird entwickelt, um Bankinformationen anzuvisieren.
Darüber hinaus verfügen diese Trojaner häufig über zusätzliche Fähigkeiten, die ihren Interessenbereich außerhalb von Online-Banken erweitern. Dies gilt auch für Bizarro.
Bei dem fraglichen Trojaner handelt es sich um ausgefeilte, bösartige Software mit vielen Funktionalitäten. Sie verwendet starke Verschleierungstechniken, die deren Erkennung und Analyse behindern.
Bizarro ist besonders in Südamerika und Europa aktiv; zu den Ziellisten gehören über siebzig Banken aus diesen Kontinenten. Bizarro setzt bei dessen Verbreitung und Operationen nach einer Infektion auf Social Engineering.

Der Trojaner Bizarro beendet zunächst die Ausführung von Browserprozessen, um aktive Sitzungen mit Bank-Webseiten zu beenden. Er führt dies durch, damit Opfer gezwungen wären, ihre Anmeldedaten erneut zur Verfügung zu stellen wenn sie auf ihre Bankkonten zugreifen und es dem bösartigen Programm damit erlauben, an sie zu gelangen.
Darüber hinaus deaktiviert Bizarro die Autofill-Funktion. Daher müssen Opfer ihre Anmeldeinformationen bei der Anmeldung vollständig eingeben. Dies geschieht, um sicherzustellen, dass die Malware in der Lage wäre, an die vollständigen Bankdaten zu gelangen.
Der Trojaner verwendet außerdem verschiedene Dialogfenster und gefälschte Fehlermeldungen, um Two-Factor-Authentifizierungs-(2FA)-Codes zu stehlen. Diese Fenster können als einfache Systemfehlermeldungen oder als solche auftauchen, die angeblich von den Online-Banken der Opfer angezeigt werden (mit den entsprechenden Logos und anderen grafischen Details).
Der in diesen gefälschten Nachrichten enthaltene Text variiert abhängig davon, wonach die Malware in diesem Moment sucht. Beispielsweise können die Pop-ups Benutzer darum bitten, die Daten erneut einzugeben, da sie falsch waren, angeblich von der Bank erteilte Anweisungen enthalten, um eine Bestätigung für laufende Vorgänge/Transaktionen bitten, über ausstehende Systemneustarts aufgrund sicherheitsrelevanter Prozesse benachrichtigen und so weiter.
Es ist nennenswert, dass Bizarro auch versucht, Benutzer davon zu überzeugen, bösartige Anwendungen auf ihren Smartphones zu installieren.
Sobald Bizarro die anvisierten Informationen erhalten hat, kann er das System einfrieren und verhindern, dass Opfer den Windows Task-Manager verwenden - um seine bösartigen Operationen abzuschließen (z.B. betrügerische Transaktionen abzuschließen). Während dieser Zeit werden den Opfern gefälschte Nachrichten angezeigt, die die Funktionsunfähigkeit des Geräts erklären.
Die Pop-ups können angeben, dass das System, seine Sicherheitssoftware oder die Browser kompromittiert wurden und Aktualisierungen erfordern. Die Nachrichten enthalten Fortschrittsbalken, die die falschen Aktualisierungs-/Installationsprozesse verfolgen.
Das Anzeigen verschiedener Fenster ist jedoch weder die einzige von Bizarro verwendete Taktik noch die einzige Funktionalität der Malware. Dieser Trojaner verfügt auch über Keylogging-Fähigkeiten (zum Aufzeichnen von Tastenanschlägen).
Er kann die Tastatur und Maus des Geräts steuern; um dies näher zu erläutern, kann dies verwendet werden, um ohne Benutzereingabe mit Bestätigungsoptionen zu interagieren. Bizarro durchkämmt das System nach relevanten Daten und Inhalten.
Er kann Ordner und Dateien durchsuchen und Letztere anschließend herunter-/hochladen. Eine weitere Funktion von Bizarro ist das Aufnehmen von Screenshots.
Das bösartige Programm überwacht die Daten in der Zwischenablage (Copy-Paste-Puffer) auf Bitcoin-Kryptowährungs-Wallet-Adressen. Falls entdeckt, kann die Malware die kopierte Adresse dann mit jener ersetzen, die zu den Cyberkriminellen gehört.
Daher können ausgehende Kryptowährungstransaktionen an die Kriminellen anstatt an den beabsichtigten Empfänger überwiesen werden. Darüber hinaus kann dieser Trojaner die Funktionalität des Betriebssystems einschränken und das System selbst neu starten, herunterfahren oder beschädigen.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass Bizarro-Infektionen zu Systemschäden, schwerwiegenden Problemen bei der Privatsphäre, erheblichen finanziellen Verlusten und Identitätsdiebstahl führen können. Falls bekannt ist/vermutet wird, dass Bizarro (oder andere Malware) bereits das System infiziert hat - muss unverzüglich ein Anti-Virus verwendet werden, um ihn zu beseitigen.
| Name | Bizarro Virus |
| Art der Bedrohung | Trojaner, Passwortstehlender Virus, Banking-Malware, Spyware. |
| Erkennungsnamen | BitDefender (Gen:Variant.Ulise.113708), DrWeb (Trojan.PWS.Banker1.36289), ESET-NOD32 (eine Variante von Win32/Spy.Mekotio.DA), Kaspersky (HEUR:Trojan-Banker.Win32.Bizarro.gen), Microsoft (Trojan:Win32/Casdet!rfn), vollständige Liste von Erkennungen (VirusTotal) |
| Symptome | Trojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks". |
| Schaden | Gestohlene Passwörter und Bankdaten, Identitätsdiebstahl, der Computer des Opfers wurde einem Botnetz hinzugefügt. |
| Malware-Entfernung (Windows) |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Ares, Qakbot, Javali, SolarSys, Mekotio, und Zeus Sphinx sind einige Beispiele für Banking-Trojaner. Im Allgemeinen kann Malware eine Vielzahl von Zwecken und einen ebenso breiten Funktionsumfang haben. Gängige Fähigkeiten beinhalten: Das Herausschleusen von Inhalten (Download) von der infizierten Maschine, zusätzliche Installation von Malware, Datenextrahierung von Browsern und anderen installierten Anwendungen, die Verschlüsselung von Dateien/Sperrung von Bildschirmen zu dem Zweck, Lösegeld zu verlangen (Ransomware), Aktivierung eines Fernzugriffs/der Kontrolle über das kompromittierte Gerät (RATs - Remote Access-Trojaner), Aufzeichnung von Tastenanschlägen und/oder Audio/Video über Mikrofone und Webcams, Verwendung von Systemressourcen, um Kryptowährungen zu minen (Kryptominer) und so weiter.
Unabhängig davon, wie Malware agiert, stellen ihre Infektionen eine ernsthafte Bedrohung für die Integrität von Geräten und die Privatsphäre von Benutzern dar. Es wird daher dringend empfohlen, alle Infektionen sofort nach Erkennung zu entfernen.
Wie hat Bizarro meinen Computer infiltriert?
Bei Bizarro wurde beobachtet, dass er aktiv über Spam-Kampagnen verbreitet wurde - groß angelegte Operationen, in deren Zuge Tausende von irreführenden/betrügerischen E-Mails versendet werden. Spam-E-Mails können Download-Links von schädlichen Dateien enthalten und/oder die Dateien werden einfach an die Briefe angehängt.
Normalerweise enthalten die Bizarro-verbreitenden E-Mails Links zum Herunterladen von MSI-Paketen (Microsoft/Windows-Installationspaket-Dateiformat). Das MSI-Paket lädt ein virulentes Archiv im ZIP-Format herunter.
Zum Zeitpunkt der Untersuchungen wurden diese infektiösen Dateien auf kompromittierten Amazon (AWS)-, Azure-, and WordPress-Webseiten gehostet. Sobald die bösartige Datei geöffnet wird - wird der Infektionsprozess des Programms Bizarro ausgelöst.
Malware wird nicht ausschließlich über Spam-Kampagnen verbreitet. Eine weitere beliebte Technik ist die Verbreitung über nicht vertrauenswürdige Downloadkanäle (z.B. inoffizielle und kostenlose File-Hosting-Webseiten, Peer-to-Peer-Sharing-Netzwerke und andere Downloadprogramme Dritter).
Bösartige Programme werden häufig als normale Software/Medien getarnt oder mit ihnen gebündelt. Daher downloaden/installieren Benutzer sie normalerweise unbeabsichtigt.
Illegale Aktivierungswerkzeuge ("Cracks") und betrügerische Updates sind erstklassige Beispiele für Inhalte, die zur Verbreitung von bösartiger Software verwendet werden. "Cracking"-Werkzeuge können Infektionen verursachen anstatt lizensierte Produkte zu aktivieren.
Gefälschte Aktualisierungsprogramme infizieren Systeme, indem sie Fehler veralteter Programme ausnutzen und/oder Malware anstelle der versprochenen Updates installieren.
Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?
Es wird dringend empfohlen, bei eingehenden E-Mails Vorsicht walten zu lassen - um eine Infektion des Systems per Spam-Mail zu vermeiden. Verdächtige und irrelevante E-Mail-Briefe dürfen nicht geöffnet werden, insbesondere keine in ihnen zu findende Links oder Anhänge.
Darüber hinaus wird empfohlen, ausschließlich von offiziellen und verifizierten Quellen herunterzuladen. Es ist genauso wichtig, Produkte immer mithilfe von Werkzeugen/Funktionen zu aktivieren und zu aktualisieren, die von echten Entwicklern bereitgestellt wurden.
Um die Geräte- und Benutzersicherheit zu schützen, ist es von herausragender Bedeutung, eine namhafte Anti-Virus-/Anti-Spyware-Suite installiert zu haben und zu aktualisieren. Diese Software muss verwendet werden, um regelmäßige System-Scans durchzuführen und erkannte Bedrohungen und Probleme zu entfernen.
Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.
Beispiel für eine Spam-E-Mail, die den Trojaner Bizarro verbreitet:

Der darin dargestellte Text:
Subject: Notificacion de Impuestos Internos
Estimado(a) Contribuyente
******* : Le informa que existen obligaciones,
producto de una liquidación tributaria que se encuentra impaga. Una liquidación
tributaria corresponde a la determinación de diferencias de impuesto detectadas
por el SII. Puede descargar el informe generado por el SII en el siguiente enlance:Descargar Informe
© 2021 | Santiago | Chile
Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
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