So deinstalliert man HabitsRAT Malware vom infizierten Gerät

Trojaner

Auch bekannt als: HabitsRAT Fernzugrifftrojaner

(aktualisiert)

Schadenshöhe:

Der kostenlose Scanner prüft, ob Ihr Computer infiziert ist.

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Was ist HabitsRAT?

Ein Remote Administration-Trojaner (RAT) ist eine bösartige Software, die den Angreifern die Möglichkeit gibt, infizierte Geräte fernzusteuern. Es ist bekannt, dass die meisten Cyberkriminellen RATs verwenden, um vertrauliche Informationen, Dateien zu stehlen und (oder) andere Malware zu verbreiten.

Untersuchungen zeigen, dass HabitsRAT der Name eines RAT ist, der in der Programmiersprache Go geschrieben wurde. Cyberkriminelle können diese Malware verwenden, um sowohl Windows- als auch Linux-Benutzer anzugreifen.

HabitsRAT könnte in Zukunft jedoch auch mit anderen Betriebssystemen kompatibel sein.

HabitsRAT Malware

Es ist bekannt, dass es bisher mindestens zwei Versionen des HabitsRAT gibt. Der einzige Hauptunterschied zwischen den älteren und neueren Version besteht darin, dass die neuere Version mehrere Adressen für die Kommunikation über den Command and Control (C2)-Server und verschiedene öffentliche C2-Schlüssel verwendet, um die vom Server empfangenen Befehle zu verschlüsseln und zu authentifizieren.

Wie im ersten Absatz erwähnt, verwenden die meisten Cyberkriminellen RATs, um persönliche Informationen, Dateien zu stehlen und zusätzliche Malware zu installieren. Dies hängt von den Fähigkeiten des auf dem Computer installierten RAT ab.

Normalerweise visieren Cyberkriminelle Informationen wie Kreditkartendaten (wie die Kreditkartennummer, den Namen des Kontoinhabers, das Ablaufdatum, den Sicherheitscode/CCV)Sozialversicherungsnummern, Login-Daten (Benutzernamen, E-Mail-Adressen, Passwörter), Bank-Kontonummern, Name, Nachname, Telefonnummer und so weiter an. Sie versuchen an Informationen zu gelangen, die verwendet werden könnten, um Identitäten, persönliche Konten zu stehlen (z.B. E-Mail-, Social Media-, Bankkonten), betrügerische Käufe, Transaktionen durchzuführen, Malware zu übermitteln (z.B. um mithilfe von gestohlenen E-Mail-Konten Malspam zu versenden).

Es kommt häufig vor, dass Cyberkriminelle Informationen stehlen, um sie an Dritte (an andere Cyberkriminelle) zu verkaufen. Es ist erwähnenswert, dass RATs häufig Daten sammeln, indem sie Tastenanschläge loggen (gedrückte Tasten aufzeichnen).

Es kommt außerdem häufig vor, dass Cyberkriminelle installierte RATs verwenden, um zusätzliche Malware zu installieren, wie beispielsweise Ransomware. Ransomware ist eine Art von Malware, die Dateien verschlüsselt und unzugänglich belässt, es sei denn, die Opfer entschlüsseln sie mit einem bestimmten Entschlüsselungswerkzeug.

In der Regel ist es unmöglich, Dateien ohne Werkzeuge zu entschlüsseln, die nur die Angreifer zur Verfügung stellen können. Cyberkriminelle könnten außerdem RATs verwenden, um Kryptowährungs-Miner oder andere unerwünschte Software zu installieren.

Es ist bemerkenswert, dass eine große Anzahl an Remote Administration-Trojanern auf das Mikrofon, die Webcam zugreifen, Screenshots aufnehmen, Dateien (z.B. löschen, verschieben, umbenennen, kopieren) verwalten, Befehle über die Befehlseingabe und (oder) PowerShell durchführen und andere Aktionen durchführen kann. In jedem Fall sollten Opfer, auf deren Computern ein RAT wie HabitsRAT installiert ist, diesen sofort deinstallieren.

Zusammenfassung der Bedrohung:
Name HabitsRAT Fernzugrifftrojaner
Art der Bedrohung Fernzugrifftrojaner, Spyware.
Erkennungsnamen Avast (Win64:Trojan-gen), BitDefender (Trojan.GenericKD.46016584), ESET-NOD32 (eine Variante von WinGo/Agent.AJ), Kaspersky (Trojan.Win64.Agent.qwhwlu), Microsoft (Trojan:Win32/Tiggre!rfn), vollständige Liste (VirusTotal)
Symptome Fernzugrifftrojaner werden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und ruhig zu bleiben und daher sind auf einer infizierten Maschine keine bestimmten Symptome klar erkennbar.
Verbreitungsmethoden Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbeanzeigen, Social Engineering, Software-"Cracks".
Schaden Gestohlene Passwörter und Bankinformationen, Identitätsdiebstahl, Datenverlust, Installation von zusätzlicher Malware
Malware-Entfernung (Windows)

Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner.

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Abschließend lässt sich sagen, dass es sich bei RAT um eine Art von Malware handelt, die Cyberkriminelle verwenden, um auf infizierte Computer aus der Ferne (über C2-Server) zuzugreifen und sie zu kontrollieren. In den meisten Fällen werden Benutzer, die unwissentlich Malware dieser Art auf ihren Computern installieren, Opfer von Identitätsdiebstahl, verlieren Dateien, Geld, können nicht auf persönliche Konten zugreifen und (oder) stoßen auf andere ernsthafte Probleme.

Es kommt häufig vor, dass installierte RATs im Hintergrund laufen, leise, ohne jeglichen Verdacht zu erwecken. Daher ist den Opfern häufig nicht bewusst, dass auf ihrem Computer ein RAT installiert ist, bis sie nicht autorisierte Transaktionen bemerken, sich nicht in ihre Konten einloggen können und so weiter.

Weitere Beispiele für RATs sind AndroRAT, Spectre und DarkCrystal. Es ist wichtig zu wissen, dass es seriöse Remote Administration-Werkzeuge gibt. Sie können jedoch auch von Cyberkriminellen für bösartige Zwecke verwendet werden.

Wie hat HabitsRAT meinen Computer infiltriert?

Es kommt häufig vor, dass Cyberkriminelle Malware über Malspam (bösartiger Spam), nicht vertrauenswürdige Kanäle zum Herunterladen von Dateien, Programmen, inoffizielle Software-Aktivierungs-("Cracking")-Werkzeuge und gefälschte Aktualisierungsprogramme verbreiten. Im ersten Fall übermitteln Cyberkriminelle Malware über E-Mail-Anhänge oder Download-Links (Webseiten) für bösartige Dateien.

Meistens versenden sie E-Mails, die wie offizielle Briefe aussehen und irgendwelche wichtige Dokumente enthalten. Ihr Hauptzweck besteht darin, Empfänger dazu zu verleiten, irgendein bösartiges Microsoft Office-Dokument, eine ausführbare Datei (wie .exe), ZIP-, RAR- oder eine andere Archivdatei, JavaScript-Dateien, PDF-Dokumente oder eine andere bösartiger Datei zu öffnen.

Downloads von fragwürdigen, nicht vertrauenswürdigen Quellen können auch zur Verbreitung von Malware verwendet werden. Normalerweise sind es Dateien, die wie seriöse, gewöhnliche Dateien aussehen.

Um Benutzer dazu zu verleiten, sie herunterzuladen, verwenden Cyberkriminelle Peer-to-Peer-Netzwerke (z.B. Torrent Clients, eMule), Downloadprogramme Dritter, kostenlose File-Hosting-Webseiten, Freeware-Downloadseiten, inoffizielle Webseiten. Benutzer installieren Malware auf ihren Computern, nachdem sie diese Dateien öffnen/ausführen.

Inoffizielle Softwareaktivierungswerkzeuge werden auch als "Cracking" bezeichnet. Diese Werkzeuge sollen illegal Software für Benutzer aktivieren, ohne dafür bezahlen zu müssen.

Es kommt jedoch häufig vor, dass diese Werkzeuge von Cyberkriminellen zur Verfügung gestellt werden, welche sie mit Malware bündeln. Daher werden Computer von Benutzern, die versuchen, Software mithilfe von "Cracking"-Werkzeugen zu aktivieren, letztendlich häufig infiziert.

Gefälschte Software-Aktualisierungsprogramme infizieren Systeme entweder, indem sie bösartige Software installieren anstatt die installierte zu aktualisieren oder zu reparieren oder indem sie Bugs, Fehler von veralterter Software ausnutzen.

Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?

Installierte Programme sollten nicht mithilfe von inoffiziellen Werkzeugen Dritter aktualisiert oder aktiviert werden. Sehr häufig werden diese Werkzeuge entwickelt, um Malware zu installieren (sie aktivieren oder aktualisieren keinerlei Software).

Ein weiteres Problem mit Aktivierungswerkzeugen Dritter besteht darin, dass es ist illegal ist, sie zu verwenden, um lizensierte Software zu aktivieren. Installierte Software muss (wenn nötig) mithilfe von Werkzeug, Funktionen aktualisiert und aktiviert werden, die die offiziellen Entwickler zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus sollten in irrelevanten E-Mails empfangene Webseiten-Links und Dateien (Anhänge) nicht geöffnet werden. Dasselbe gilt für Dateien, Links in E-Mails, die von unbekannten, verdächtigen Adressen versendet werden.

Dies liegt daran, dass E-Mails dieser Art dazu neigen, verwendet zu werden, um Malware zu übermitteln. Programme und Dateien sollten ausschließlich von offiziellen Seiten und über direkte Links heruntergeladen werden.

Inoffizielle Webseiten, Downloadprogramme (und Installationsprogramme) Dritter, kostenlose File-Hosting-eb-Seiten und so weiter werden häufig als Kanäle zur Verbreitung von Malware (bösartigen Dateien) verwendet. Darüber hinaus sollte ein Computer regelmäßig auf Bedrohungen gescannt werden und dies sollte mithilfe einer namhaften Anti-Virus- oder Anti-Spyware-Software geschehen.

Falls Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?

Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.

Benötigte Tools
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Offizieller On-Demand-Scanner von Microsoft. Stets aktuelle Signaturen - läuft nach 10 Tagen ab.
Phase 1~ 5 Min.
Eindämmen - den Schaden begrenzen

1

Vom Netzwerk trennen

30 Sek.Kein Tool erforderlich

Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.

Warum das wichtig ist

Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.

2

Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten

3 Min.

Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.

Windows 11

Öffnen Sie Einstellungen → System → Wiederherstellung. Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.

Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.

Windows 11 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Windows 10

Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie F5.

Windows 10 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten - im Bildschirm Starteinstellungen F5 drücken
Windows 8

Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.

Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Windows 7

Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.

Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Phase 2~ 15 Min.
Identifizieren - finden, was sich versteckt

3

Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen

Tool: Process Explorer5 Min.

Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf Options → Verify Image Signatures und View → Lower Pane View → DLLs.

Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.

Warum nicht einfach der Task-Manager

Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.

Process Explorer mit einem verdächtigen unsignierten Prozess, der aus %AppData% ausgeführt wird
4

Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen

Tool: Autoruns 14.x10 Min.

Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.

Öffnen Sie im Menü Options → Hide Microsoft Entries und Options → Hide Empty Locations und klicken Sie dann auf Refresh.

Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:

  • Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
  • Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
  • Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
  • WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
  • Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
  • AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
  • Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Profi-Tipp

Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.

Autoruns 14.x mit aktivierter Option Hide Microsoft Entries und den Registerkarten Logon und Scheduled Tasks
5

Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen

3 Min.In Windows integriert

Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.

Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.

DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann Einstellungen → Netzwerk und Internet → [Ihr Adapter] → DNS-Serverzuweisung und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.

Warum das wichtig ist

Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.

Phase 3~ 60-90 Min.
Entfernen - drei Scans, eine Bereinigung

Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.

6

Microsoft Defender Offline ausführen

Tool: In Windows integriert15 Min.

Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Scanoptionen. Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.

Warum dies zuerst kommt

Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.

Empfohlenes Antivirenprogramm
Combo Cleaner

VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.

Combo Cleaner herunterladen
7

Vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen

Tool: Combo Cleaner20-40 Min.

Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.

Ergebnisse des vollständigen Scans von Combo Cleaner mit erkannten Bedrohungen
8

Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen

Tool: Microsoft Safety Scanner15 Min.

Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.

Warum ein zweiter Scan

Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.

9

Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen

Tool: Autoruns10 Min.

Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.

Wichtig

Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).

Phase 4~ 15 Min.
Wiederherstellen - Browser und Sicherheit wiederherstellen

10

Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen

5 Min.

Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.

  • Chrome: Rufen Sie chrome://settings/reset auf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dann chrome://settings/content/notifications auf und entfernen Sie alle unbekannten Websites.
  • Edge: Rufen Sie edge://settings/reset auf. Prüfen Sie dann edge://settings/content/notifications.
  • Firefox: Öffnen Sie about:support und klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.

Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.

11

Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren

10 Min.

Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Einstellungen verwalten und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.

Führen Sie anschließend Windows Update aus (Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen) und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.

Phase 5~ 15 Min. + 7 Tage
Überprüfen & absichern

12

Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern

20 Min.⚠ Kritisch

Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.

Empfohlene Reihenfolge:

  1. Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
  2. Bank- und Finanzkonten
  3. Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
  4. Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten

Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.

13

Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen

5 Min. + 1 Woche Überwachung

Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.

Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.

Überprüfung der Malware-Entfernung auf der Registerkarte Autostart-Apps im Task-Manager von Windows 11

Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten

Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:

  • Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
  • Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
  • Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
  • Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind

Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über Einstellungen → System → Wiederherstellung → Diesen PC zurücksetzen → Alles entfernen → Cloud-Download neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.

Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.

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Tomas Meskauskas

Tomas Meskauskas

Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst

Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.

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