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Was ist DUNIHI?
DUNIHI (auch bekannt als Houdini) ist ein hochriskanter Virus, der entwickelt wurde, um das System zu infiltrieren, seine Einstellungen zu modifizieren und sich kontinuierlich selbst verbreitet, indem er Wechsellaufwerke infiltriert. Diese Malware ermöglicht es Cyberkriminellen, eine Vielzahl von Handlungen extern auszuführen, was bedeutet, dass das infiltrierte System einem sehr hohen Risiko ausgesetzt ist.
Eine der Verbreitungsmethoden, die Cyberkriminelle benutzen, um diesen Virus zu verbreiten, sind E-Mail-Spam-Kampagnen. Verbrecher senden hunderttausende E-Mails in der Hoffnung, dass jemand einen bösartigen Anhang öffnet, was zur Infiltration mit DUNIHI führen wird.

Eine der Hauptfunktionen von DUNIHI ist, dass er sich selbst über Wechsellaufwerke verbreitet. Er infiltriert verschiedene Speichergeräte (z.B. externer Festplatten, USB-Speichermedien, etc.).
Danach erzeugt DUNIHI eine Anzahl von .lnk Dateien (Abkürzungen) für jede bestehende Datei und jeden bestehenden Ordner im infiltrierten Wechsellaufwerk. DUNIHI erzeugt diese Abkürzungen, weil Benutzer sie sehr wahrscheinlich ausführen, anstatt die eigentliche Datei/den eigentlichen Ordner zu öffnen.
Das Ausführen von Abkürzungen führt zur Infiltration von DUNIHI. Da die Benutzer von Wechsellaufwerken ihre Wechsellaufwerke sehr wahrscheinlich mit anderen Personen teilen und/oder sie auf mehrfachen Computern benutzen, ist diese Verbreitungsmethode sehr effektiv.
Noch wichtiger ist, dass DUNIHI es Cyberkriminelle ermöglicht, eine Vielzahl an Handlungen in dem infizierten System auszuführen. Dies erfolgt, indem sich DUNIHI mit einem externen Command and Control (C&C) Server verbindet und Befehle empfängt.
Die Liste möglicher Handlungen umfasst das Herunterladen/Ausführen verschiedener Dateien, das Hochladen der Dateien des Opfers auf den Server, das Löschen von Dateien, und vieles mehr. Dies bedeutet, dass DUNIHI eine riesige Bedrohung der Privatsphäre und Computersicherheit von Benutzern darstellt: Cyberkriminelle können zusätzliche Viren herunterladen und installieren, sowie verschiedene Daten stehlen.
Sie können das System leicht mit Ransomware injizieren (die Daten verschlüsselt) oder anderen hochriskanten Viren (die private Informationen aufzeichnen, wie Tastaturanschläge, Anmeldedaten/Passwörter, etc.). Daher könnte die Gegenwart von DUNIHI irgendwann zu riesigen finanziellen-/Datenverlusten oder sogar Identitätsdiebstahl führen.
Glücklicherweise hinterlässt DUNIHI wenige Spuren, weshalb es möglich ist, diese Malware manuell zu erkennen. Sie erzeugt eine Anzahl von Kopien von sich selbst und platziert sie in verschiedene Systemordner (Liste von Kopien).
Außerdem erzeugt sie mehrere Einträge in die Windows Registrierungsdatenbank (Liste erzeugter Einträge). Daher müssen Sie, wenn Sie etwas finden, dieses sofort löschen und das System mit einem bekannten Antivirus-/Anti-Spyware-Programm, wie Combo Cleaner Antivirus für Windows scannen.
Wenn Sie nur den kleinsten Verdacht haben, dass Ihr System infiziert ist, sollten Sie es ebenfalls scannen. Der Schlüssel zur Computersicherheit ist Vorsicht.
| Name | DUNIHI Virus |
| Art der Bedrohung | Trojaner, Passwort-stehlender Virus, Banking-Malware, Sypware |
| Symptome | Trojaner wurden entwickelt, um den Computer des Opfers heimlich zu infiltrieren und zu schweigen, so dass auf einem infizierten Computer keine besonderen Symptome deutlich sichtbar sind. |
| Verbreitungsmethoden | Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbung, Social Engineering, Software-Cracks. |
| Schaden | Gestohlene Bankdaten, Passwörter, Identitätsdiebstahl, Computer des Opfers, der einem Botnetz hinzugefügt wurde. |
| Entfernung |
Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner. Combo Cleaner herunterladenDer kostenlose Scanner überprüft, ob Ihr Computer infiziert ist. Um das Produkt mit vollem Funktionsumfang nutzen zu können, müssen Sie eine Lizenz für Combo Cleaner erwerben. Auf 7 Tage beschränkte kostenlose Testversion verfügbar. Eigentümer und Betreiber von Combo Cleaner ist RCS LT, die Muttergesellschaft von PCRisk. |
Es gibt viele hochriskante Trojaner, die DUNIHI ähnlich sind. Hancitor, TrickBot, AZORult - sind nur wenige Beispiele einer langen Liste. Obwohl diese Viren von verschiedenen Cyberkriminellen entwickelt werden und sich ihr Verhalten unterschieden kann (einige injizieren das System mit Malware, einige stehlen persönliche Informationen und so weiter), haben sie doch eines gemeinsam - sie stellen eine riesige Bedrohung der Privatsphäre und Computersicherheit des Benutzers dar. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig, solche Malware zu entfernen.
Wie hat DUNIHI meinen Computer infiltriert?
Es ist bekannt, dass Cyberkriminelle DUNIHI durch E-Mail-Spam-Kampagnen verbreiten. Typischerweise kommen diese E-Mails zusammen mit einen Link auf Google Docs und sind als PDF Dokument getarnt.
Der Google Docs Link führt zu einer Script-Datei (gewöhnlich .PIF, .VBS oder .SCR), die nach dem Ausführen das System infiziert. Viren dieser Art werden aber auch sehr wahrscheinlich mit Trojanern, Software Downloadquellen Dritter und falschen Hilfsmitteln zur Aktualisierung von Software verbreitet.
Wie oben erwähnt, werden Trojaner entwickelt, um sogenannte „Ketteninfektionen“ zu verursachen. Sie infiltrieren Computer und fangen sofort an andere Malware in das System herunterzuladen.
Downloadquellen Dritter (Peer-to-Peer-Netzwerke (P2P), Software-Downloadquellen Dritter, kostenlose File-Hosting Seiten, etc.) werden benutzt, um Viren zu verbreiten, indem sie als legitime Anwendungen dargestellt werden. Benutzer werden daher zum eigenständigen Herunterladen und der Installation von Malware verleitet. Gefälschte Software-Updater infizieren Computer auf zwei Arten: Entweder durch die Nutzung von Bugs/Fehlern veralteter Software oder indem sie einfach Malware anstatt versprochener Updates/Reparaturen herunterladen und installieren.
So oder so sind mangelndes Wissen und fahrlässiges Verhalten durch Benutzer gewöhnlich die Hauptgründe für Computerinfektionen, weil sie oft fahrlässig verschiedene Dateien herunterladen und öffnen, ohne über die möglichen Konsequenzen nachzudenken.
Wie vermeidet man die Installation von Malware?
Um diese Situation zu verhindern, müssen Benutzer zuerst wissen, dass der Schlüssel zur Computersicherheit Vorsicht ist. Daher müssen Sie beim Herunterladen/der Installation von Software genau aufpassen, wie auch beim Surfen im Internet generell.
Öffnen Sie niemals eine Datei/einen Link, die einer E-Mail anhängen, die unwichtig ist und/oder von verdächtigen/unbekannten E-Mail-Adressen empfangen wurden. Sie sollten auch sicherstellen, dass Sie nur legitime Software benutzen und sie nur von offiziellen Quellen mit direkten Download-Links herunterladen (nicht von Downloadern/Installationsprogrammen Dritter.
Halten Sie Ihre installierten Anwendungen auf dem neusten Stand. Um dies aber zu erreichen, benutzen Sie die implementierten Funktionen oder Tools, die von den offiziellen Entwicklern angeboten werden.
Ein seriöses Antivirus/Anti-Spyware Programm ist ebenfalls von größter Wichtigkeit. Diese Software erkennt wahrscheinlich Malware und entfernt sie, bevor Sie Handlungen ausführen kann.
Wenn Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, dass Sie einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchführen, um infiltrierende Malware automatisch zu entfernen.
Eine Liste von Ordnern, in denen DUNIHI seine Kopien erzeugt (abhängig von der DUNIHI Variante, die Liste/der Ort der Kopien kann sich leicht unterscheiden):
- {drive letter}:\[virus_filename].vbs
- %Application Data%\[virus_filename].vbs
- %User Temp%\[virus_filename].vbs
- %User Startup%\[virus_filename].vbs
Screenshot von Dateivarianten, die von DUNIHI erzeugt und von uns analysiert wurden:

Eine Liste von Einträgen, die von DUNIHI erzeugt wurden (abhängig von der DUNIHI Variante, können sich die Liste/der Ort der Kopien leicht unterscheiden):
- HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\[virus_filename]
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\[virus_filename]
- HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\[virus_filename]
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\Windows\CurrentVersion\Run\[virus_filename]
- HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\[virus_filename]
Screenshot von Windows Registrierungsdatenbank Varianten, die von DUNIHI erzeugt und von uns analysiert wurden:
Liste von Befehlen, die DUNIHI von einem Command and Control (C&C) Server empfangen kann:
- cmd-shell - Führt "cmd.exe /c [command received from C&C server]“ aus und sendet die Ergebnisse wieder an den Server.
- delete - Löscht eine bestimmte Datei.
- enum-driver - Erzeugt eine Liste aller bestehenden Laufwerke, sowie ihre Arten und sendet diese Informationen an den Command and Control Server.
- enum-faf - Lädt alle Dateien und Unterordner von einem gewissen Verzeichnis auf den Command and Control Server hoch.
- enum-process - Sendt die Liste laufender Prozesse an den Command and Control Server.
- execute - Führt Code aus, der vom Command and Control Server empfangen wurde.
- exit-process - Beendet einen bestimmten Prozess.
- recvr - Lädt eine bestimmte Datei auf den Command and Control Server hoch.
- send - Lädt eine Datei von einer URL herunter und führt sie aus, die vom Command and Control Server bestimmt wird. Die Datei wird genau wie in der URL geschrieben benannt und wird ein ein Verzeichnis platziert, das auch vom Server bestimmt wird. Falls das Verzeichnis nicht existiert, benutzt DUNIHI das Installationsverzeichnis, das in seiner Konfiguration bestimmt ist.
- site-send - Lädt eine Datei von einer URL herunter und führt sie aus, die vom Command and Control Server bestimmt wird. Der Dateiname wird auch durch den Server bestimmt und die Datei im Installationsverzeichnis gespeichert, das in der DUNIHI Konfiguration bestimmt ist.
- sleep - Schläft (schaltet sich aus) für einen bestimmten Zeitraum.
- uninstall - Entfernt sich und alle Wechsellaufwerke vom System.
- update - Aktualisiert sich selbst.
Screenshot des DUNIHI Prozesses ("Microsoft ® Windows Basierter Script Host“) im Windows Task-Manager (beachten Sie, dass der Name des Prozesses allgemein ist und erscheint, wann immer eine Script-Datei, wie .VBS ausgeführt wird):

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?
Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.
Vom Netzwerk trennen
Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.
Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.
Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.
Öffnen Sie . Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.
Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf . Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.
Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf . Drücken Sie F5.
Windows 8
Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.
Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Windows 7
Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.
Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.
Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen
Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf und .
Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.
Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.
Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen
Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.
Öffnen Sie im Menü und und klicken Sie dann auf Refresh.
Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:
- Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
- Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
- Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
- WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
- Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
- AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
- Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.
Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen
Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.
Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.
DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.
Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.
Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.
Microsoft Defender Offline ausführen
Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie . Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.
Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.
VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Combo Cleaner herunterladenVollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen
Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.
Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen
Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.
Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.
Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen
Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.
Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).
Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen
Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.
- Chrome: Rufen Sie
chrome://settings/resetauf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dannchrome://settings/content/notificationsauf und entfernen Sie alle unbekannten Websites. - Edge: Rufen Sie
edge://settings/resetauf. Prüfen Sie dannedge://settings/content/notifications. - Firefox: Öffnen Sie
about:supportund klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.
Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.
Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren
Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.
Führen Sie anschließend Windows Update aus () und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.
Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern
Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.
Empfohlene Reihenfolge:
- Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
- Bank- und Finanzkonten
- Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
- Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten
Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.
Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen
Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.
Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.
Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten
Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:
- Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
- Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
- Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
- Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind
Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.
Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.
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Tomas Meskauskas
Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst
Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.
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