So entfernt man den BazarLoader Backdoor-Trojaner vom Betriebssystem

Trojaner

Auch bekannt als: BazarLoader Malware

(aktualisiert)

Schadenshöhe:

Der kostenlose Scanner prüft, ob Ihr Computer infiziert ist.

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Was ist BazarLoader Backdoor?

BazarLoader ist ein von denselben Akteuren hinter TrickBot entwickeltes, bösartiges Programm, das als Backdoor/Loader-Trojaner eingestuft wird. Diese Art von Malware wurde entwickelt, um eine "Hintertür" für andere bösartigen Software zu öffnen.

Mit anderen Worten agieren diese Trojaner, indem sie zusätzliche Malware herunterladen/installieren. Zum Zeitpunkt der Untersuchungen, wurde BazarLoader verwendet, um kompromittierte Systeme mit der RYUK Ransomware zu infinfizieren.

Bei der Malware BazarLoader wurde beobachtet, dass sie über E-Mail-Spamkampagnen verbreitet wurde, deren Inhalt angeblich Informationen über den Gesundheitszustand von Präsident Donald Trump sind. Die Diagnose der COVID-19-Infektion des US-Präsidenten wurde häufig von Cyberkriminellen zur Verbreitung von Malware und für Phishing-Zwecke verwendet.

BazarLoader malware detections on VirusTotal

Wie in der Einleitung erwähnt, ist der Zweck von BazarLoader, Geräte mit anderen bösartigen Programmen zu infizieren. Mit welcher Malware Systeme infiziert werden können hängt vom Modus Operandi der Cyberkriminellen und von der Backdoor/dem Loader selbst ab.

Diese Software kann verschiedene Arten von Trojanern, Ransomware, Krypto-Miner und andere Arten von Malware in das System injizieren. Bei BazarLoader wurde festgestellt, dass er betroffene Geräte mit der Ransomware RYUK infiziert. Bösartige Programme innerhalb dieser Einstufung agieren, indem sie Dateien verschlüsseln und/oder den Bildschirm sperren - um eine Zahlung (ein Lösegeld) für die Entschlüsselung/Wiedererlangung des Zugangs zu verlangen.

Normalerweise benennt Ransomware die verschlüsselten Dateien um, ob die von RYUK betroffenen Daten jedoch umbenannt werden - hängt von der Art der Malware ab. Dieses bösartige Programm verwendet die kryptografischen Algorithmen RSA-4096 und AES-256, um Dateien zu verschlüsseln.

Es erstellt Erpresserbriefe, die Anweisungen zum Entschlüsseln enthalten. Wobei spezifische Details (die Kontaktinformationen der Cyberkriminellen, die Höhe des Lösegeldes, die bevorzugte Währung und Zahlungsmethode usw.) von Version zu Version verschieden sind.

Es wird dringend davon abgeraten, die Forderungen der Kriminellen zu erfüllen, da es keine Garantie dafür gibt, dass sie ihren Teil der Abmachung erfüllen werden (z.B. die versprochenen Entschlüsselungsschlüssel/Werkzeuge usw. versenden). Eine Entfernung von Ransomware von einem Betriebssystem wird es von weiteren Verschlüsselungen abhalten, eine Entfernung wird die bereits verschlüsselten Daten jedoch nicht wiederherstellen.

RYUK oder andere Ransomware stellt nicht unbedingt die Nutzlast dar, die BazarLoader in allen Infektionsfällen liefern wird. Ein weiteres bemerkenswertes Detail in Bezug auf den Trojaner BazarLoader Trojaner ist sein dateiloser Infektionsprozess, mit dessen Hilfe er bereits vorhandene Anwendungen ausnutzt, um Systeme zu infizieren - und seine Erkennung dadurch erschwert.

Gibt es die Vermutung, oder ist es bekannt, dass der Trojaner BazarLoader (oder andere Malware) bereits das System infiziert hat - muss ein Anti-Virus verwendet werden, um ihn sofort zu entfernen.

Zusammenfassung der Bedrohung:
Name BazarLoader Malware
Art der Bedrohung Trojaner, Passwort-stehlender Virus, Banking-Malware, Spyware.
Erkennungsnamen Avast (Win64:CrypterX-gen [Trj]), BitDefender (Trojan.GenericKD.43838874), ESET-NOD32 (eine Variante von Win64/Kryptik.CAK), Kaspersky (Backdoor.Win32.Bazdor.r), vollständige Erkennung (VirusTotal)
Nutzlast RYUK Ransomware
Symptome Trojaner sind darauf ausgelegt, heimlich in den Computer des Opfers einzudringen und sich ruhig zu verhalten. Daher sind auf einem infizierten Computer keine besonderen Symptome deutlich sichtbar.
Verbreitungsmethoden Infizierte E-Mail-Anhänge, bösartige Online-Werbung, Social Engineering, Software-Cracks.
Schaden Gestohlene Bankdaten, Passwörter, Identitätsdiebstahl, Computer des Opfers, der zu einem Botnetz hinzugefügt wurde.
Malware-Entfernung (Windows)

Um mögliche Malware-Infektionen zu entfernen, scannen Sie Ihren Computer mit einer legitimen Antivirus-Software. Unsere Sicherheitsforscher empfehlen die Verwendung von Combo Cleaner.

Combo Cleaner herunterladen

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BLADABINDI, Groooboor, Buer Loader und Upatre sind einige Beispiele für andere bösartige Programme, die in der Lage sind, Ketteninfektionen auszulösen (d.h. zusätzliche Malware herunterlädt/installiert). Diese Software kann auch über andere schreckliche Eigenschaften verfügen, darunter (aber nicht ausschließlich): Die Herausschleusung von Daten, Extrahierung von Daten von Browsern und anderen Anwendungen, Keylogging (das Aufzeichnen von Tastenanschlägen), Video-/Audio-Aufnahmen oder Streamen über die Webcam/das Mikrofon der kompromittierten Maschine und so weiter.

Unabhängig davon, wie Malware agiert, ist das Endziel immer dasselbe - Profit für die Bedrohungsakteure zu generieren. Alle Malware-Infektionen sollten als hochgefährlich behandelt und unverzüglich entfernt werden.

Wie hat BazarLoader meinen Computer infiltriert?

Der Trojaner BazarLoader wurde durch E-Mail-Spam-Kampagnen verbreitet, die sich auf Präsident Trumps Gesundheit konzentrierten. Der Begriff "Spam-Kampagne" wird verwendet, um eine groß angelegte Operation zu beschreiben, in deren Zuge Tausende von betrügerischen E-Mails versendet werden.

Die betrügerischen Schreiben, die BazarLoader vermehren, hatten diese Betreffzeilen/Titel "Recent material about the president’s situation", "Recent materials pertaining to the president’s illness", "Newest information about the president’s condition" und "Newest info pertaining to President’s illness". Variationen und Alternativen sind jedoch wahrscheinlich.

Die E-Mails selbst deuten darauf hin, dass Empfänger einen Zugang zu Insider-Informationen über Trumps Zustand erhalten können, indem sie ein Dokument über einen eingebetteten Link herunterladen. Sobald auf den Link geklickt wird, werden Benutzer zu Google Docs weitergeleitet, wo es heißt, dass die Datei sicher sei.

Anstatt jedoch ein Dokument herunterzuladen, wird eine bösartige ausführbare Datei heruntergeladen - die den Infektionsprozess/die Kette von BazarLoader initiiert. Um im Allgemeinen zu erarbeiten, wie Spam-Kampagnen Systeme infizieren - es geschieht über Download-Links in betrügerischen E-Mails und/oder infektiöse Dateien, die den Briefen beigefügt sind.

Virulente Dateien können in verschiedenen Formaten vorliegen, wie beispielsweise ausführbare Dateien (.exe,. run, usw.), Archive (ZIP, RAR, usw.), Microsoft Office- und PDF-Dokumente, JavaScript und so weiter. Andere beliebte Malware-Verbreitungstechniken sind durch nicht vertrauenswürdige Downloadkanäle, illegale Aktivierungswerkzeuge ("Cracks") und illegitime Updateprogramme.

Dubiose Downloadquellen, wie inoffizielle und kostenlose File-Hosting-Webseiten, Peer-to-Peer-Sharing-Netzwerke und andere Downloadprogramme Dritter - können Malware zum Herunterladen anbieten, getarnt oder mit gewöhnlichen Inhalten gebündelt. Illegale Aktivierungs-("Cracking")-Werkzeuge können bösartige Software herunterladen/installieren, anstatt lizensierte Programme zu aktivieren.

Gefälschte Updateprogramme lösen Infektionen aus, indem sie Schwachstellen veralteter Produkte ausnutzen und/oder einfach Malware anstelle der versprochenen Updates installieren.

Wie kann die Installation von Malware vermieden werden?

Verdächtige und/oder irrelevante E-Mails dürfen nicht geöffnet werden, insbesondere keine in ihnen enthaltenen Anhänge oder Links - da dies zu einer hochriskanten Systeminfektion führen kann. Alle Downloads müssen mithilfe offizieller und verifizierter Quellen durchgeführt werden.

Es ist genauso wichtig, Programme unter Verwendung von Funktionen/Werkzeugen zu aktivieren und zu aktualisieren, die von echten Entwicklern zur Verfügung gestellt wurden. Von einer Verwendung illegaler Aktivierungswerkzeuge ("Cracks") und Updateprogrammen Dritter wird abgeraten, da sie häufig dafür eingesetzt werden, Malware zu verbreiten.

Um die Integrität des Geräts und die Benutzersicherheit zu schützen, ist es äußerst wichtig, eine verlässliche Anti-Virus-/Anti-Spyware-Suite installiert zu haben. Darüber hinaus muss diese Software auf dem neuesten Stand gehalten werden, verwendet werden, um regelmäßige Systemscans durchzuführen und erkannte/potenzielle Bedrohungen zu entfernen.

Wenn Sie glauben, dass Ihr Computer bereits infiziert ist, empfehlen wir, einen Scan mit Combo Cleaner Antivirus für Windows durchzuführen, um infiltrierte Malware automatisch zu beseitigen.

Screenshot einer betrügerischen E-Mail, die den Trojaner BazarLoader verbreitet:

BazarLoader backdoor spreading email

Der in diesem Schreiben dargestellte Text:

Subject: Recent material about the president's situation

What we really know and even what we don't about Trump's COVID health problems.

Insider information about Trump's] [health condition, please remember to use the code because the record is encrypted: 123

Attached document

ID

Wie lässt sich Malware manuell entfernen?

Die meisten Trojaner-Infektionen lassen sich mit einem vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner entfernen. Die folgende vollständige manuelle Vorgehensweise ist für Fälle gedacht, in denen die automatische Entfernung fehlgeschlagen ist, Sie überprüfen möchten, ob ein Scan wirklich alles erfasst hat, oder die Bedrohung mehrere Persistenzpunkte angelegt hat.

Benötigte Tools
Combo Cleaner Antivirus 7 Tage kostenlos testen
Empfohlener primärer Scanner. VB100-zertifiziert. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.
Microsoft Defender Offline Kostenlos · integriert
In Windows integriert. Startet in einer sauberen Umgebung, um Rootkits zu erkennen.
Von Microsoft Sysinternals. Besser als der Task-Manager - zeigt vollständige Pfade und Signaturen an.
Autoruns Kostenlos
Von Microsoft Sysinternals. Listet alle Orte auf, an denen sich Malware auf Ihrem System festsetzen kann.
Offizieller On-Demand-Scanner von Microsoft. Stets aktuelle Signaturen - läuft nach 10 Tagen ab.
Phase 1~ 5 Min.
Eindämmen - den Schaden begrenzen

1

Vom Netzwerk trennen

30 Sek.Kein Tool erforderlich

Ziehen Sie Ihr Ethernet-Kabel ab und schalten Sie das WLAN aus. Auf einem Laptop geht es mit der Flugmodus-Taste am schnellsten.

Warum das wichtig ist

Viele Trojaner schleusen Daten aus - im Browser gespeicherte Passwörter, Banking-Sitzungen, Screenshots - und nehmen Fernbefehle entgegen. Das Trennen des Netzwerks stoppt beides sofort. Lassen Sie die Verbindung bis Phase 4 getrennt.

2

Im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten

3 Min.

Der abgesicherte Modus lädt nur einen minimalen Satz an Treibern und verhindert, dass die meiste Malware automatisch startet. Mit „Netzwerktreibern“ können Sie Tools herunterladen - aktivieren Sie das WLAN erst wieder, nachdem der Rechner gestartet ist.

Windows 11

Öffnen Sie Einstellungen → System → Wiederherstellung. Klicken Sie neben Erweiterter Start auf Jetzt neu starten.

Ihr Computer startet neu und zeigt das Menü „Option auswählen“ an. Klicken Sie auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie nach dem zweiten Neustart 5 oder F5.

Windows 11 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten
Windows 10

Klicken Sie auf das Windows-Logo, halten Sie Umschalt gedrückt, klicken Sie auf das Ein/Aus-Symbol und wählen Sie Neu starten. Klicken Sie im Bildschirm „Option auswählen“ auf Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten. Drücken Sie F5.

Windows 10 im abgesicherten Modus mit Netzwerktreibern starten - im Bildschirm Starteinstellungen F5 drücken
Windows 8

Öffnen Sie den Startbildschirm, geben Sie erweitert ein und wählen Sie Einstellungen → Erweiterte Startoptionen → Jetzt neu starten → Problembehandlung → Erweiterte Optionen → Starteinstellungen → Neu starten → F5.

Hinweis: Der Support für Windows 8 endete im Januar 2023 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Windows 7

Klicken Sie auf Start → Herunterfahren → Neu starten → OK. Drücken Sie während des Systemstarts wiederholt F8, bis das Menü „Erweiterte Startoptionen“ erscheint, und wählen Sie dann „Abgesicherter Modus mit Netzwerktreibern“.

Hinweis: Der Support für Windows 7 endete im Januar 2020 - wenn Sie es weiterhin verwenden, ist Ihr Risiko einer erneuten Infektion deutlich höher.

Phase 2~ 15 Min.
Identifizieren - finden, was sich versteckt

3

Laufende Prozesse mit Process Explorer überprüfen

Tool: Process Explorer5 Min.

Laden Sie Process Explorer von Microsoft Sysinternals herunter. Führen Sie das Programm als Administrator aus. Klicken Sie auf Options → Verify Image Signatures und View → Lower Pane View → DLLs.

Sortieren Sie nach „Verified Signer“. Alles, was unsigniert aus %AppData%, %LocalAppData%, %Temp% oder %ProgramData% läuft, ist verdächtig. Rechtsklick → Properties zeigt den vollständigen Pfad der Programmdatei an. Mit Rechtsklick → „Search Online“ können Sie unbekannte Prozessnamen nachschlagen.

Warum nicht einfach der Task-Manager

Der Task-Manager blendet vollständige Dateipfade aus, zeigt keine digitalen Signaturen an und gruppiert Prozesse so, dass Malware leicht übersehen wird. Process Explorer ist dasselbe Tool, das auch Microsoft-Techniker verwenden.

Process Explorer mit einem verdächtigen unsignierten Prozess, der aus %AppData% ausgeführt wird
4

Alle Persistenzpunkte mit Autoruns erfassen

Tool: Autoruns 14.x10 Min.

Laden Sie Autoruns herunter. Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf Autoruns.exe und wählen Sie Als Administrator ausführen - ohne erhöhte Rechte kann Autoruns geschützte Registrierungsstrukturen nicht untersuchen.

Öffnen Sie im Menü Options → Hide Microsoft Entries und Options → Hide Empty Locations und klicken Sie dann auf Refresh.

Moderne Trojaner nisten sich nicht nur im Autostart ein. Gehen Sie diese Registerkarten durch und suchen Sie nach unsignierten oder unbekannten Einträgen:

  • Logon - klassische Run-/RunOnce-Schlüssel
  • Scheduled Tasks - ein häufiges Versteck, insbesondere Aufgaben mit PowerShell-, MSHTA- oder rundll32-Aktionen
  • Services - unsignierte Dienste in Ordnern, die nicht zu Microsoft gehören
  • WMI - Ereignisabonnements sind ein unauffälliger Persistenzmechanismus (MITRE T1546.003)
  • Image Hijacks - Missbrauch des „Debugger“-Werts in den Image File Execution Options
  • AppInit - DLLs, die in jeden Prozess mit grafischer Oberfläche geladen werden
  • Browser plug-ins - unsignierte Add-ons in allen installierten Browsern
Profi-Tipp

Rechtsklick auf einen verdächtigen Eintrag → „Jump to Image“ zeigt die tatsächliche Datei. Rechtsklick → „Search Online“ öffnet VirusTotal für den Hash der Datei. Noch nicht löschen - notieren Sie sich nur die Dateipfade und Eintragsnamen. Wir entfernen sie nach den Scans.

Autoruns 14.x mit aktivierter Option Hide Microsoft Entries und den Registerkarten Logon und Scheduled Tasks
5

Hosts-Datei und DNS-Einstellungen prüfen

3 Min.In Windows integriert

Trojaner leiten Domains von Banken, Antivirenherstellern und Update-Diensten oft auf Server der Angreifer weiter, indem sie die hosts-Datei oder die DNS-Einstellungen ändern.

Hosts-Datei: Öffnen Sie den Editor als Administrator und öffnen Sie C:\Windows\System32\drivers\etc\hosts. Legitime Einträge sind mit # auskommentiert. Jede nicht auskommentierte Zuordnung von IP-Adresse zu Domain ist verdächtig - insbesondere Weiterleitungen für microsoft.com, windowsupdate oder Ihre Bank.

DNS-Einstellungen: Öffnen Sie die Eingabeaufforderung als Administrator und führen Sie ipconfig /all aus. Vergewissern Sie sich, dass Ihre DNS-Server auf Ihren Internetanbieter, Ihren Router oder einen bekannten öffentlichen Resolver (Cloudflare 1.1.1.1, Google 8.8.8.8) verweisen. Öffnen Sie dann Einstellungen → Netzwerk und Internet → [Ihr Adapter] → DNS-Serverzuweisung und prüfen Sie, dass weder die DNS- noch die DNS-über-HTTPS-Einstellungen (DoH) manipuliert wurden.

Warum das wichtig ist

Ein bereinigter PC mit manipuliertem DNS ist immer noch ein kompromittierter PC. Sie glauben, Sie seien auf chase.com, landen aber auf dem Klon des Angreifers.

Phase 3~ 60-90 Min.
Entfernen - drei Scans, eine Bereinigung

Kein einzelnes Antivirenprogramm erkennt alles. Die folgende Reihenfolge ist beabsichtigt: zuerst der Offline-Scan (erkennt Rootkits, bevor Windows vollständig geladen ist), dann On-Demand-Scanner im laufenden System und schließlich die manuelle Bereinigung von allem, was übersehen wurde.

6

Microsoft Defender Offline ausführen

Tool: In Windows integriert15 Min.

Starten Sie Windows im normalen Modus neu. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Scanoptionen. Wählen Sie Microsoft Defender Antivirus (Offlineüberprüfung) und klicken Sie auf Jetzt überprüfen. Ihr Computer startet in einer abgespeckten Umgebung neu und führt den Scan durch, bevor das vollständige Betriebssystem geladen wird.

Warum dies zuerst kommt

Rootkits und Bootkits verbergen sich vor jedem Scanner, der in derselben, bereits infizierten Windows-Sitzung läuft. Ein Offline-Scan vor dem Systemstart sieht die Festplatte, bevor sich die Malware verstecken kann.

Empfohlenes Antivirenprogramm
Combo Cleaner

VB100-zertifiziert. Kombiniert Anti-Trojaner-Schutz, Registrierungs- und Persistenz-Scans sowie Anti-Spyware in einem Durchgang. Eine 7-tägige kostenlose Testversion ist verfügbar.

Combo Cleaner herunterladen
7

Vollständigen Systemscan mit Combo Cleaner durchführen

Tool: Combo Cleaner20-40 Min.

Installieren Sie Combo Cleaner und führen Sie einen vollständigen Systemscan durch (nicht den Schnellscan). Lassen Sie ihn vollständig durchlaufen, prüfen Sie die erkannten Bedrohungen und wenden Sie die empfohlenen Aktionen an. Combo Cleaner stellt bekannte Trojaner und deren Persistenzeinträge in der Registrierung unter Quarantäne.

Ergebnisse des vollständigen Scans von Combo Cleaner mit erkannten Bedrohungen
8

Microsoft Safety Scanner als Zweitscan ausführen

Tool: Microsoft Safety Scanner15 Min.

Laden Sie Microsoft Safety Scanner (MSERT.exe) herunter, das kostenlose On-Demand-Tool von Microsoft. Die Programmdatei läuft nach 10 Tagen ab, sodass jeder Download die neuesten Signaturen enthält. Führen Sie nach Combo Cleaner einen vollständigen Scan durch, um alles zu erfassen, was eine einzelne Engine möglicherweise übersieht.

Warum ein zweiter Scan

Unterschiedliche Scan-Engines erkennen unterschiedliche Bedrohungen. Ein zusätzlicher Microsoft-Scan nach Combo Cleaner ist der am meisten unterschätzte Überprüfungsschritt bei der Malware-Entfernung.

9

Alles, was noch in Autoruns aufgeführt ist, manuell entfernen

Tool: Autoruns10 Min.

Öffnen Sie Autoruns erneut. Alles, was Sie in Schritt 4 markiert haben und noch vorhanden ist, wurde von den automatischen Scans nicht erfasst. Gehen Sie bei jedem verbliebenen verdächtigen Eintrag wie folgt vor: Rechtsklick → Delete in Autoruns (damit wird die Persistenzregistrierung entfernt), dann zum Dateipfad navigieren und die eigentliche Datei löschen. Leeren Sie den Papierkorb.

Wichtig

Manche Malware-Dateien tauchen nach dem Löschen wieder auf, weil etwas anderes im System sie neu erstellt. Wenn Sie eine Datei löschen und sie innerhalb weniger Minuten zurückkehrt, gibt es noch einen Persistenzpunkt, den Autoruns nicht angezeigt hat - meist einen Dienst oder eine geplante Aufgabe, die unter SYSTEM ausgeführt wird. Wiederholen Sie die Scans aus den Schritten 6-8 oder führen Sie eine Neuinstallation durch (siehe Ende der Anleitung).

Phase 4~ 15 Min.
Wiederherstellen - Browser und Sicherheit wiederherstellen

10

Browser zurücksetzen und Benachrichtigungsberechtigungen entfernen

5 Min.

Trojaner und Adware entführen häufig Browser - sie ändern die Standardsuchmaschine, installieren betrügerische Erweiterungen oder verschaffen sich Benachrichtigungsberechtigungen, um auch nach der Entfernung der Malware weiterhin betrügerische Pop-ups anzuzeigen.

  • Chrome: Rufen Sie chrome://settings/reset auf und klicken Sie auf „Einstellungen auf ursprüngliche Standardwerte zurücksetzen“. Rufen Sie dann chrome://settings/content/notifications auf und entfernen Sie alle unbekannten Websites.
  • Edge: Rufen Sie edge://settings/reset auf. Prüfen Sie dann edge://settings/content/notifications.
  • Firefox: Öffnen Sie about:support und klicken Sie auf Firefox bereinigen (Firefox spricht hier von „Bereinigen“, nicht von „Zurücksetzen“). Prüfen Sie dann Einstellungen → Datenschutz & Sicherheit → Berechtigungen → Benachrichtigungen.

Überprüfen Sie in jedem Browser die installierten Erweiterungen und entfernen Sie alles, was Sie nicht kennen - insbesondere Erweiterungen, die Sie nicht selbst installiert haben.

11

Defender und Manipulationsschutz wieder aktivieren und alles aktualisieren

10 Min.

Viele Trojaner deaktivieren Sicherheitssoftware. Öffnen Sie Windows-Sicherheit → Viren- & Bedrohungsschutz → Einstellungen verwalten und vergewissern Sie sich, dass Echtzeitschutz, Cloudbasierter Schutz und Manipulationsschutz aktiviert sind. Der Manipulationsschutz verhindert, dass Malware Defender unbemerkt deaktiviert.

Führen Sie anschließend Windows Update aus (Einstellungen → Windows Update → Nach Updates suchen) und aktualisieren Sie Ihre Browser und Anwendungen. Der Infektionsweg, über den der Trojaner ursprünglich eingedrungen ist, hängt meist mit veralteter Software zusammen.

Phase 5~ 15 Min. + 7 Tage
Überprüfen & absichern

12

Passwörter von einem sauberen Gerät aus ändern

20 Min.⚠ Kritisch

Wenn es sich bei dem Trojaner um einen Info-Stealer handelte (Lumma, RedLine, Vidar und ähnliche sind extrem verbreitet), gehen Sie davon aus, dass jedes in Ihrem Browser gespeicherte Passwort kompromittiert ist. Ändern Sie diese Passwörter von einem anderen, nachweislich sauberen Gerät aus - Ihr Smartphone eignet sich, sofern es nicht infiziert ist.

Empfohlene Reihenfolge:

  1. Primäre E-Mail-Adresse zuerst - sie ist die zentrale Wiederherstellungsstelle für alle anderen Konten
  2. Bank- und Finanzkonten
  3. Master-Passwort des Passwort-Managers (falls Sie einen verwenden)
  4. Soziale Medien, Online-Shopping und übrige Konten

Aktivieren Sie, wo verfügbar, eine phishing-resistente Multi-Faktor-Authentifizierung (Passkeys / FIDO2-Hardwareschlüssel / Authentifizierungs-Apps) - SMS-basierte MFA lässt sich von versierten Angreifern umgehen.

13

Bereinigung überprüfen und 7 Tage lang überwachen

5 Min. + 1 Woche Überwachung

Stellen Sie die Netzwerkverbindung wieder her und führen Sie einen letzten vollständigen Scan mit Combo Cleaner durch. Öffnen Sie den Task-Manager (Strg + Umschalt + Esc) und wechseln Sie zur Registerkarte Autostart-Apps - vergewissern Sie sich, dass nichts Verdächtiges wieder aufgetaucht ist.

Achten Sie in den nächsten 7 Tagen darauf, ob Symptome zurückkehren: unerwartet hohe CPU-Auslastung, wieder auftauchende unbekannte Prozesse, Browser-Weiterleitungen oder Pop-ups. Wenn etwas zurückkehrt, haben Sie einen Persistenzpunkt übersehen und müssen die Vorgehensweise wiederholen - oder es liegt eine tiefergehende Kompromittierung vor, die eine Neuinstallation erfordert.

Überprüfung der Malware-Entfernung auf der Registerkarte Autostart-Apps im Task-Manager von Windows 11

Wann Sie Windows stattdessen neu installieren sollten

Die manuelle Entfernung ist nicht immer die richtige Lösung. Eine komplette Neuinstallation von Windows ist der einzige Weg, um zu 100 % sicher zu sein, wenn:

  • Die Malware nach jedem Entfernungsversuch wieder auftaucht
  • Ein Bootkit oder UEFI-Rootkit erkannt wurde (diese Art von Bedrohung sitzt unterhalb des Betriebssystems und übersteht eine normale Windows-Neuinstallation)
  • Nachweislich ein Trojaner zum Diebstahl von Zugangsdaten mit Administratorrechten lief (Lumma, RedLine, Vidar) - das System enthält dann wahrscheinlich mehrere unbekannte Payloads
  • Der PC für Online-Banking, geschäftliche E-Mails oder andere Zwecke genutzt wird, bei denen auch nur geringe Zweifel nicht akzeptabel sind

Eine Neuinstallation dauert 30-60 Minuten: Windows 11 lässt sich über Einstellungen → System → Wiederherstellung → Diesen PC zurücksetzen → Alles entfernen → Cloud-Download neu installieren. Sichern Sie Ihre Dokumente vorher auf einem externen Speicher, scannen Sie die Sicherung mit Combo Cleaner, bevor Sie sie wiederherstellen, und installieren Sie Ihre Anwendungen neu - stellen Sie sie niemals aus einer Sicherung des infizierten Systems wieder her.

Wichtig: Die manuelle Entfernung erfordert fortgeschrittene Computerkenntnisse. Wenn Sie sich nicht sicher sind, Systemdateien von bösartigen Dateien zu unterscheiden, führen Sie einen automatischen Scan mit Combo Cleaner und Windows Defender durch und belassen Sie es dabei - damit erfassen Sie die überwiegende Mehrheit der Trojaner, die Privatanwender treffen, ohne zu riskieren, Windows durch das Löschen der falschen Datei zu beschädigen.

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Tomas Meskauskas

Tomas Meskauskas

Erfahrener Sicherheitsforscher, professioneller Malware-Analyst

Meine Leidenschaft gilt der Computersicherheit und -technologie. Ich habe mehr als 10 Jahre Erfahrung in verschiedenen Unternehmen im Zusammenhang mit der Lösung computertechnischer Probleme und der Internetsicherheit. Seit 2010 arbeite ich als Autor und Redakteur für PCrisk. Folgen Sie mir auf Twitter und LinkedIn, um über die neuesten Bedrohungen der Online-Sicherheit informiert zu bleiben.

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